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Ein "Danke" an alle, die sich für eine saubere Nachbarschaft und angenehme Umgebung engagieren!

Was für eine Freude, Social Distancing hat endlich ein Ende. Sinkende Infektionszahlen und steigende Temperaturen locken die Menschen wieder nach draußen. Kein lauschiges Plätzchen, wo sich nicht in den vergangenen Tagen und Wochen Menschen zusammengefunden hätten, um ihre wiedergewonnene soziale Nähe zu feiern. Da kann einem schon das Herz aufgehen, wenn man all die fröhlichen Gesichter sieht, wie sie in Grünanlagen, auf Brücken und Kinderspielplätzen sitzend miteinander lachen, essen und trinken. Der Mensch ist und bleibt eben ein Gemeinschaftswesen, das mit seiner Umwelt in Kontakt kommen und sich mitteilen möchte.

Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein Foto: Sabrina Friedrich

Besonders tiefe Einblicke in Charakter und Persönlichkeit scheint so mancher Zeitgenosse den Mitmenschen vor allem durch seine Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum gewähren zu wollen. Davon können nicht nur Verhaltensforscher*innen oder Archäolog*innen, sondern auch die Mitarbeiter*innen unserer städtischen Straßenreinigung lebhaft berichten. Jeder ins Gebüsch geschleuderte Pizzakarton, jeder Sandkasten mit Haufen zerschlagener Bierflaschen oder Zigarettenkippen und jeder Schwall Erbrochenes auf den Straßen ist nichts weiter als die imposante Darstellung einer menschlichen Natur.

Wer sich über ein solches Verhalten bei anderen beschwert, Rücksichtslosigkeit und dadurch entstehende Kosten für die Allgemeinheit tadelt, wird nichts gewinnen. Noch nicht mal die Einsicht, dass der Mensch eben vom Tier abstammt und dies bei passender Gelegenheit auch immer wieder gerne zeigt. Vielleicht sollten wir gänzlich umdenken und zukünftig den Müll unserer Artgenossen einfach liegen lassen? Ähnlich den Reviermarkierungen von Hund, Katze oder Bär? Ich sage nein! Das machen wir nicht. Noch schöner wäre es aber, wenn dieser Müll gar nicht erst herumläge. Deshalb danke ich allen, die auf eine saubere Nachbarschaft achten und die sich für eine angenehme Umgebung, in der wir uns wohl fühlen können, engagieren.

Ihr
Dr. Uwe Kirschstein
Oberbürgermeister