Sehenswerte Gebäude

Alte Wache

Früher war in der "Alten Wache" die polizeiliche Wachmannschaft beheimatet. Von dem gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Gebäude hat man einen guten Blick über den Paradeplatz, der früher komplett von Bäumen umgeben war.

Amtsgericht

Das Gebäude wurde 1896 im Neurenaissance-Stil anstelle eines Nebengebäudes der Pfalz unmittelbar auf der Stadtmauer errichtet. Teilweise wurde Material aus der abgetragenen Verteidigungsanlage verwendet.

Bauer mit Glücksschwein

An der Rückseite der alten Sparkasse (Marktplatz 19, Baujahr 1935) steht die Skulptur "Bauer mit Glücksschwein". Erschaffen wurde das Kunstwerk von dem Bildhauer Georg Leisgang. Das Denkmal in der kleinen Grünanlage ist nicht als Anspielung auf den ehemaligen "Säumarkt" zu verstehen, sondern steht in Zusammenhang mit den sich an der Fassade befindenden Darstellungen des "Geldzählers" und des "Rollenden Pfennigs". 

Ehemalige fürstbischöfliche Kommandantur

Genau gegenüber der “Alten Wache” befindet sich am anderen Ende des Paradeplatzes ein Gebäude, das einst die fürstbischöfliche Kommandantur beherbergte. Dieses wurde zwischen 1743 und 1747 erbaut und war später auch Sitz des Forstamtes. Auch dieses Gebäude entspricht allerdings nicht mehr ganz seiner ursprünglichen Form, sondern wurde im Laufe der Zeit immer wieder baulich verändert.

Ehemaliger Schüttspeicher

Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1782 und wurde von Lorenz Fink errichtet. Nach seiner ursprünglichen Verwendung als Schüttspeicher diente es in der Zeit von 1857 bis 1952 als Gefängnis, ehe die Räumlichkeiten dem Amtsgericht zur Verfügung gestellt wurden.

Ehemaliges fürstbischöfliches Amtshaus

Direkt angrenzend an die Gereonskapelle befindet sich das ehemalige fürstbischöfliche Amtshaus. Ursprünglich wurde das Objekt 1685 für Katharina Sophie von Eyb errichtet, Schwester des Fürstbischofs Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg. Ab 1694 wurde es zum fürstbischöflichen Amtshaus umfunktioniert und diente den Stadtschultheißen als Amts- und Wohnsitz.

Frechshaus

Das sog. “Frechshaus” ist das Nachbarhaus des Rathauses in westlicher Richtung. Die ältesten Teile des Bauwerkes stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert. Die Außenansicht mit dem alten Fachwerk und den Geschossauskragungen komplettiert zusammen mit dem Rathaus die herrliche Häuserfront am Rathausplatz, die als Vorlage für zahlreiche Ansichtskarten dient. Die Auskragungen, die bei vielen alten Häusern zu finden sind, rühren übrigens daher, dass in früheren Zeiten Abgaben oft nach der Grundfläche eines Hauses berechnet wurden und man auf diese Weise in den oberen Stockwerken Platz gewinnen konnte, der finanziell nicht zu Buche schlug.

Gereonskapelle

Die Gereonskapelle wird als Stiftung des Forchheimer Bürgers Georg Walrab in einer Urkunde vom 28. April 1515 erstmals erwähnt. Das Gebäude wurde 1896 profaniert. Noch heute wird sie für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Herder-Gymnasium

Ein weiteres eindrucksvolles Gebäude am Rande der Forchheimer Altstadt ist das um 1903/04 erbaute Hauptgebäude des Herder-Gymnasiums. Dieses wurde vom Architekten Fritz Walter geplant und war lange Zeit Sitz des einzigen gymnasialen Lehrinstituts in Forchheim, ehe sich das Ehrenbürg-Gymnasium als eigenständige Schule abspaltete. Als der Unterrichtsbetrieb gegen Ende des 2. Weltkrieges praktisch zum Erliegen gekommen war, dienten die Räumlichkeiten des Hauses vorübergehend als Lazarett.

Hundsbrücke

Die “Hundsbrücke” ist eine der zahlreichen kleineren und größeren Brücken, die in Forchheim den Übergang über die Wiesent ermöglichen, welche mitten durch die Stadt fließt. Sie befindet sich innerhalb eines Bereiches der Altstadt, der von den Einheimischen liebevoll “Kleinvenedig” genannt wird. Ihr Name geht vermutlich auf eine Geschichte aus der Welt der Sagen und Legenden zurück.

Junges Theater

Ursprünglich war das Junge Theater Forchheim eine Laienspielgruppe, die 1985 erstmals in Forchheim Theatertage durchführte. Inzwischen bespielt der Verein ein eigenes Theater, wo ein abwechslungsreiches Kulturprogramm für Jung und Alt geboten wird. Nähere Angaben zum aktuellen Programm erhalten Sie unter anderem in der Tourist-Information.

Kammerersmühle

Die Kammerersmühle in der Wiesentstraße ist nicht nur wegen ihres hübschen Fachwerks ein Blickfang. Das 1698 erbaute Gebäude hat sich nämlich im Laufe der Jahre einseitig zur Wiesent hin abgesenkt und wurde daher von den Forchheimern “Schiefes Haus” getauft. Im Jahre 1910 wurde die Mühle aus dem Betrieb genommen und beherbergt heute eine Gaststätte, in der sich Besucher an den stilecht belassenen Räumlichkeiten erfreuen können.

Katharinenspital

Neben der Spitalskirche, die sich sprichwörtlich „unter einem Dach“ mit dem Spitalbau befindet, findet auf dem Areal zurzeit der Neubau eines Seniorenwohnzentrums statt. Die Auskragungen des Spitalbaus, die weit über die Wiesent ragen, stellen ein architektonisches Highlight des bereits 1611 errichteten Hauses dar. In der Kirche, die den Spitalbau altersmäßig noch um einige Jahrhunderte übertrifft, befindet sich ein ganz besonderer Schatz: hier wird eine Holzskulptur aus dem Jahre 1330 aufbewahrt, die zu den ältesten ihrer Art in ganz Oberfranken gehört. Während der Bautätigkeit muss immer wieder mit Schließungen der Kirche gerechnet werden.

Kloster St. Anton

Bereits im Spätmittelalter existierten in Forchheim einige klosterähnliche Stiftungen als Schwesternhäuser. Die Berufung zweier Jesuiten 1573 führte trotz erfolgreicher Tätigkeiten nicht zu einer dauerhaften Niederlassung des Ordens. Unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg, im Jahre 1649, wurde durch Fürstbischof Melchior Otto Voit von Salzburg der Franziskanerorden nach Forchheim geholt. Zunächst saßen die Mönche in der alten Gereonskapelle, doch 1684 begann man auf dem Gelände des Schottenhofes an der schmalen Wolfsgasse mit dem Bau eines eigenen Klosters. Dessen Kirche ist dem hl. Antonius geweiht und bewahrt eine vorzügliche barocke bzw. spätbarocke Ausstattung. 1722 erhielt das Kloster eine wesentliche Erweiterung, auch eine Klosterbrauerei enstand in der Südwestecke des Hofes (Klosterstr. 12). Die Säkularisation 1802/03 verurteilte den Konvent zum Aussterben, da keine neuen Mönche mehr aufgenommen werden durften. 1830 folgte die endgültige Aufhebung. 1848 erwarb die Stadt die Gebäude, welche als Filialkirche bzw. Kaserne und später als Schule benutzt wurden. Abgesehen vom Klosterkomplex stammt die Bebauung aus dem 19. bis mittleren 20. Jh. Im Jahre 1918 kaufte der Redemptoristenorden das Kloster und gründete eine Missionsniederlassung, die das Kloster noch heute unterhält. Während das Kloster ursprünglich am Rande der Stadt entstand und umgeben von Gärten war, liegt es heute inmitten des historischen Zentrums.

Nach der Schließung des Klosters und dem Weggang der dort bisher wirkenden Redemptoristen 2013 hat sich der "Klosterverein St. Anton e.V. Forchheim" gegründet. Zusätzliche bebilderte Information zum Werdegang des Klosters findet sich auf der Homepage des Klostervereins hier.

Magistratsbau

An das Rathaus angebaut ist der Magistratsbau, der als Fachwerkbau im Stil der Renaissance 1535 errichtet wurde. Baumeister war Hans Ruhalm, auf den auch die zahlreichen Schnitzereien an der Fassade zurückgehen. Er selbst ist inschriftlich an einer geschnitzten Säule in der Gebäudemitte verewigt, vielleicht stellt das bärtige Gesicht über der Säule ihn auch bildlich dar. Auf dem äußersten linken Ständer derselben Etage ist ein Baumeister erkennbar, der einen Zollstock hält, auch dies hat wohl porträthafte Züge. Auf dem Fachwerk sind weiterhin neckische, derb-komische Darstellungen zu finden: So hält ein Mann einen runden Spiegel (oder lässt er den Betrachter in diesen blicken?), darüber kehrt ein nackter Mann seinen Hintern dem Passanten zu. Die Renaissance liebte solche Darstellungen, die uns heute an öffentlichen Gebäuden merkwürdig vorkommen.

Marienkapelle

Der älteste Teil der  Marienkapelle stammt aus der Zeit um 1120 und wurde von Otto I. errichtet. Damit gehört die kleine Kapelle, die direkt neben der Bischofsburg zu finden ist, zu den ältesten Gebäuden in Forchheim. Einer Sage nach ist der Platz, auf dem die Marienkapelle steht, sogar der Ursprung Forchheims. Sie diente als Schlosskapelle der bischöflichen Burg und war mit dieser sogar durch einen mittlerweile verfüllten Gang verbunden. Der prunkvoll gestaltete Innenraum dürfte dem Betrachter durchaus Entzücken bereiten.

Rathaus

Nicht nur während seiner Verwandlung zum „schönsten Adventskalender der Welt“ in der Vorweihnachtszeit lohnt es sich, einen genaueren Blick auf das Forchheimer Rathaus zu werfen, das aus dem späten Mittelalter stammt. Der Hauptbau des Rathauses mit seinem beeindruckenden Fachwerk stammt aus dem Jahr 1402. Der Magistratsbau folgte später. Dem großen Meister Ruhalm verdankt das Gebäude einige geschnitzte Figuren und Szenen, die alle der Ursprung kleiner Geschichten und Anekdoten sind. Das kleine Männchen im Gebälk des Magistratsbaus beispielsweise praktiziert eine sehr eigenwillige Abwehrmaßnahme gegen mögliche Angreifer: es streckt ihnen sein entblößtes Hinterteil entgegen. Aber auch der Innenraum des Rathauses verdient die Aufmerksamkeit des Betrachters. Dort lassen sich sowohl der kleine und der große Rathaussaal, die das Antlitz längst vergangener Zeiten tragen, als auch eine hölzerne Wendeltreppe, deren Spindel aus einem einzigen Eichenstamm gefertigt ist, bestaunen.

Saltorturm

Forchheim verdient seine große Bedeutung in mittelalterlichen Zeiten sicherlich nicht zuletzt den gewaltigen Festungsanlagen, durch die es zu einem wichtigen militärischen Stützpunkt und Zufluchtsort in Kriegszeiten wurde. Auch heute lassen die Überreste der Festungsanlage mit ihren gewaltigen Mauern und dem teilweise noch sichtbaren Graben davor erahnen, warum die Bamberger Bischöfe sich hier auch in stürmischen Zeiten recht sicher wägen konnten. Westlich des Bischofsschlosses („Kaiserpfalz“) ist noch ein längerer Abschnitt der Verteidigungsmauer zu sehen, der allerdings durch den später angelegten Bau des Amtsgerichts unterbrochen wird. Südlich des Gerichtsgebäudes ist die St. Veits-Bastion über eine Treppe zugänglich. Von ihr aus eröffnet sich dem Besucher ein herrlicher Blick über die darunter liegenden Stadtparkanlagen und weite Teile der Stadt. Eine Besichtigung des Innenraums der Bastion vermittelt interessante Einblicke in die Raffinessen der mittelalterlichen Kriegsführung und ist im Rahmen von Stadtführungen möglich.

Salzmagazin

Inmitten des Krottentals, eines alten Forchheimer Scheunenviertels, erhebt sich das 1710 errichtete, fürstbischöfliche Salzmagazin. Dieses diente der belebten Handelsstadt Forchheim bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als Salzspeicher, ehe es zu einem Wohngebäude umfunktioniert wurde.

St. Martinskirche

Die St. Martinskirche ist dem heiligen Martin von Tours, dem Schutzpatron der Franken, geweiht und war ursprünglich eine königliche Eigenkirche. Von der alten Königskirche ist aber mittlerweile – zumindest überirdisch – nichts mehr zu sehen. Der Bau, der heutzutage das Interesse vieler Besucher weckt, hat seinen Ursprung im ausgehenden 12. Jahrhundert. Allerdings ist sein äußeres Erscheinungsbild größtenteils auf  Um- und Ausbaumaßnahmen im 14. Jahrhundert zurückzuführen. Neben der wunderschönen Innengestaltung hat auch das äußere der Kirche mit seinen drei Portalen und verschiedenen sakralen Kunstwerken seine Reize. Der Turm der Kirche ist aufgrund seiner Höhe (57 Meter) aus allen Himmelsrichtungen sichtbar und stellt somit einen optischen Fixpunkt inmitten der Altstadt dar.

St. Veit-Bastion

Südlich des Gerichtsgebäudes befindet sich die St. Veits-Bastion, die 1553 nach altitalienischer Manier erbaut wurde. Wegen des damaligen Farbtons der Sandsteine wurde der Name „Rote Mauer“ überliefert. Die Steine sollen von der abgebrochenen markgräflichen Burg Scharfeneck bei Baiersdorf stammen.

Das gläserne Tor in der Mauer bildet den Zugang in die Kasematte und zum Erlebnismuseum Rote Mauer – ein ca. 19 m langer tonnengewölbter Gang führt in die Bastion. Die Kasematte kann im Rahmen von Stadtführungen besichtigt werden.

Über eine Treppe gelangt man auf die Bastion. Dort eröffnet sich dem Besucher ein weiter Blick über den südlichen Bereich der Stadt.

Waisenhaus

In der Waisenhausstraße ist noch eine Reihe Fachwerkscheunen aus dem 17./18. Jahrhundert erhalten. Die Straße hat ihren Namen nach dem früheren Waisenhaus, das 1888 in der ehemaligen Kaserne der fürstbischöflichen Dragoner eingerichtet wurde. Erbaut wurde das Gebäude 1730 bis 1733 nach Plänen von Balthasar Neumann. Ausführende Handwerker waren die Mauermeister Jakob und Georg Endres sowie Hans Hofmann und der Zimmermann Hans II. Dischinger, Stuckaturen fertigte Heinrich Vogel. Heute ist der mächtige Bau im Inneren vielfach modern verändert und dient sozialen Zwecken.

Zwingerbastion

Die Zwingerbastion, auch Valentini-Bastion genannt, entstand 1657. Forchheim war die wichtigste Festung des Bamberger Hochstifts. Noch heute lassen die Überreste der Festungsanlage mit ihren gewaltigen Mauern erahnen, warum sich die Bamberger Bischöfe in stürmischen Zeiten hierher flüchteten. Der Eskarpengang im Inneren ist im Rahmen von Stadtführungen zugänglich.