FOTOPARK 2026
Der Forchheimer Stadtpark an der Von-Brun-Straße verwandelt sich wieder in eine atemberaubende Ausstellungsfläche:
11. SEPT. - 25. OKT. 2026 FOTOPARK FORCHHEIM
Freuen Sie sich auf sorgfältig kuratierte Werke nationaler und internationaler Fotografierender auf hochwertigen Großformat-Drucken - kostenlos und frei zugänglich!
Die Vernissage findet am Freitag, den 11. SEPT. 2026 um 17 Uhr im Stadtpark statt. Im Anschluss führt Kurator Kai Rogler mit vielen der ausstellenden Fotografinnen und Fotografen durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Am Samstag, den 12. September 2026 gibt es ein besonderes Highlight: Michael Runkel nimmt uns in seiner Multivision mit auf seine Reisen rund um den Globus: Seit fast 40 Jahren bereist und dokumentiert der international ausgezeichnete Fotograf unseren Planeten und zeigt unbekannte Volksstämme und Traditionen einer sich schnell verändernden Welt.
Multivision mi Michael Runkel
Samstag, 12. SEPT. 2026 um 20 Uhr
Hauptgeschäftstelle der Sparkasse (Klosterstr. 14 in Forchheim)
Tickets kaufen
Der FOTOPARK FORCHHEIM 2026 wird von der Sparkasse Forchheim, Lohrer Werbung und der Zukunftsstiftung der Sparkasse unterstützt.

Programm
Ausstellende Fotografinnen und Fotografen
Alejandro Cegarra
The Two Walls
Früher hatte Mexiko den Ruf, ein sicherer Zufluchtsort für Asylsuchende zu sein. In den letzten Jahren hat sich das Land jedoch der einwanderungsfeindlichen Politik der Vereinigten Staaten zugewandt, sodass heute Migrantinnen und Migranten vor der Herausforderung stehen, zwei Grenzen überwinden zu müssen. Alejandro Cegarra nimmt in seiner Fotoserie Einzelschicksale im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA in den Blick. Er war mit den Menschen auf entbehrungsreichen Tagesmärschen dabei, wartete mit ihnen in provisorischen Lagern, war an ihrer Seite, als Razzien der mexikanischen Grenzbeamten stattfanden. Er wurde Zeuge von extremer Angst, Schmerz und Verzweiflung, Misstrauen, aber auch von Hoffnung, Illusion oder Liebe. „The Two Walls“ lässt Raum für stille Momente der Freude, für universelle Gefühle der Empathie, Würde und Schönheit.
Alejandro Cegarra wurde 1989 in Venezuela geboren. Er begann 2012 seine fotojournalistische Karriere bei Últimas Noticias, einer der größten venezolanischen Zeitungen. Seitdem arbeitet er freiberuflich und veröffentlicht in vielen internationalen Magazinen. Seit 2017 lebt er in Mexiko. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 2014 mit dem Leica Oskar Barnack Award Newcomer, 2017 mit dem Getty Editorial Grant und 2019 und 2024 mit dem Global Award for Long-Term Projects von World Press Photo.

Raphael Christoph
Raphael Christoph, der sich mit großer Faszination der künstlerischen Natur- und Tierfotografie verschrieben hat, überrascht mit einer besonderen Intensität und ungewöhnlichen Blickwinkeln. Seine Bilder entführen uns in die Welt der Natur und in das Reich der Tiere. Er experimentiert mit ungewöhnlichen Techniken und fängt dabei Momente von tiefer Stille ein. Raphael Christoph fotografiert mit Begeisterung seit seinem sechsten Lebensjahr. Sein Radius erweitert sich dabei räumlich beständig: von seiner Heimat, dem Würmtal ausgehend, zuletzt bis nach Tansania und Costa Rica.
Bei dem Fotowettbewerb „Natur im Fokus“ des bayerischen Umweltministeriums, gewann er mehrfach erste und zweite Preise. 2024 erhielt der ambitionierte Künstler für seine besonderen Fotografien den Kulturförderpreis des Landratsamtes Starnberg und 2025 wurde er mit dem Günther-Klinge-Förderpreis Gauting ausgezeichnet. Seit 2026 ist er Mitglied im Kuratorium des Günther-Klinge-Preises.

Frank Kunert
Dreams Come True
Was wird denn hier gespielt?
Beim ersten Blick auf die Bilder von Frank Kunert scheint die Welt noch in Ordnung zu sein – und doch stimmt etwas nicht. Die Szenen wirken vertraut und zugleich befremdlich, als seien sie einem Traum oder einer skurrilen Theaterinszenierung entsprungen. Schnell stellt sich die Frage: Ist das Realität, digitale Manipulation oder gar künstliche Intelligenz? Erst bei genauerem Hinsehen offenbart sich das Geheimnis: Frank Kunert fotografiert keine realen Orte, sondern detailreich gebaute Miniaturwelten.
Aus Holz, Karton, Leichtschaumplatten und Farbe erschafft der Künstler Fassaden, Innenräume und Alltagssituationen, die er wie Bühnenbilder inszeniert und im künstlichen Licht seines Studios fotografisch festhält. So entstehen Bildwelten voller Witz, Melancholie und feiner Ironie. Komödie und Tragödie liegen hier dicht beieinander, das Absurde begegnet dem Alltäglichen, und hinter jeder Szene scheint eine Geschichte zu warten.
Kunerts Arbeiten führen in ein Paralleluniversum, das Szenen des gewöhnlichen urbanen Lebens mit surrealen Elementen verbindet. Seine kuriosen Schauplätze spiegeln menschliche Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen wider und eröffnen Räume für Fantasie, Erinnerung und Interpretation. Die menschenleeren Orte wirken oft, als seien ihre Bewohner gerade erst verschwunden oder als stünde ihr großer Auftritt unmittelbar bevor.
Frank Kunert entschied sich nach einer Fotografenausbildung früh für die Arbeit mit Miniaturkulissen. Seine Werke waren in vielen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen: etwa in Aschaffen-, Dillen-, Ham-, Offen- und Straßburg sowie auch in London, New York, Paris und Schöppenstedt. Der Künstler hat mehrere Bildbände veröffentlicht und einige Auszeichnungen erhalten, darunter der Deutsche Fotobuchpreis, der Staatspreis für Kunsthandwerk Rheinland-Pfalz, der Heinrich-Zille-Karikaturenpreis und der Artlantis-Kunstpreis. Sein Einkommen macht es ihm möglich, zahlreiche Häuser und Autos sein Eigen nennen zu dürfen – im platzsparenden Maßstab 1:12 bis 1:43. Er lebt mit seiner Frau Elizabeth Joan Clarke, ebenfalls Künstlerin, in Boppard.

Kai Rogler
Reduktion ist das prägende Merkmal Kai Roglers fotografischer Arbeit. Fast ausschließlich in Schwarzweiß und mit vorhandenem Licht entstehen Porträts, die den Blick auf Persönlichkeit, Körpersprache und Atmosphäre lenken. Als visuelle Referenz dienen ihm insbesondere die klare Formensprache und Präsenz der Modelfotografie der 1980er- und 1990er-Jahre.
Die fotografische Laufbahn des Künstlers begann Anfang der 1990er-Jahre als Autodidakt mit Reise- und Landschaftsfotografie. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus eine intensive Auseinandersetzung mit der Fotografie als künstlerischem Medium. Neben seiner eigenen Arbeit engagiert sich Kai Rogler als künstlerischer Leiter der Fotofestivals „Fotopark Forchheim“ und „Pirmasenser Fototage“ und ist seit 2018 Mitglied des internationalen Fotografenteams „Atlas of Humanity“, das die ethnische Vielfalt unserer Welt in Bildern dokumentiert.

Michael Runkel
Letzte Stimmen
Es gibt rund 730 Menschen die bisher im Weltall waren, aber nur rund 400 die alle Länder der Welt bereist haben. Der international ausgezeichnete Nürnberger Reisefotograf Michael Runkel ist einer davon. Er hat nicht nur alle Staaten dieser Welt, sondern auch 1290 von 1301 aller weltweiten Provinzen fotografiert.
Seit mehr als drei Jahrzehnten dokumentiert Michael Runkel Landschaften, Kulturen und Menschen auf allen Kontinenten. Für ihn bedeutet Reisefotografie weit mehr als schöne Landschaftsbilder. Seine Aufnahmen erzählen Geschichten über Menschen, Kulturen und Regionen, die oft abseits der bekannten Reiseziele liegen. Neugier, Respekt und der Wunsch, die Vielfalt der Welt authentisch festzuhalten, prägen seinen fotografischen Werdegang bis heute. Die Fotografien von Michael Runkel erscheinen weltweit in Zeitungen, Magazinen, Reiseführern und Bildbänden, darunter National Geographic, The New York Times, GEO, Condé Nast Travelerund Lonely Planet.

J. Konrad Schmidt
TARDIGRADE
Basierend auf den Sketchen des 3D-Designers Andrea Fabishevskiy schufen Nico und Sylvia Müller das Mondmotorrad „Tardigrade“ (deutsch: Bärtierchen). Zum Zeitpunkt des Baus betrieben die beiden in Dresden eine Spezialwerkstatt für Motorradumbauten. Das einzigartige Mondmotorrad hat einen Akku und fährt mit 15 km/h zwar nicht schnell, aber entsprechend den Anforderungen für den Mond sehr weit. Einige der benutzten Materialien stammen aus dem Satellitenbau. Das Profil der Reifen ist von den Schuhen von Neil Armstrong inspiriert, mit denen er als erster Mensch den Mond betrat. Das NASA-Logo wurde bereitwillig von der NASA lizensiert.
J. Konrad Schmidt, professioneller Fotograf und begnadeter Geschichtenerzähler, wurde im selben Jahr geboren, über das George Orwell einst ein Buch schrieb und Steve Jobs den „Macintosh“ präsentierte. Aufgewachsen in einer Architektenfamilie im thüringischen Unterfranken, tauchte er schon früh in eine Welt aus Design, Kultur und Kreativität ein. Nach dem Schulabschluss ergriff er die Gelegenheit, seine größten Leidenschaften zu vereinen: Fesselnde Fotografie, raffinierte Ästhetik und bedeutungsvolle Verbindungen zwischen Menschen.

Jana Margarete Schuler
Zwischen Blut und Glitzer
Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez gilt seit Jahrzehnten als Symbol für Gewalt gegen Frauen. Seit den 1990er-Jahren wurden hier mehr als 2.500 Frauen ermordet, Hunderte weitere gelten bis heute als vermisst. [Schwarze Kreuze auf rosafarbenem Grund erinnern im gesamtem Stadtgebiet an die Opfer und sind zu einem Symbol des Protests gegen geschlechtsspezifische Gewalt geworden. (kann gekürzt werden)] Mitten in dieser Realität gibt es eine Gruppe von Frauen, die sich weigert, unsichtbar zu bleiben. Die Luchadoras. Als Teil einer von Männer dominierten Wrestling-Szene steigen sie jedes Wochenende in glitzernden Kostümen in den Ring und erkämpfen sich einen Raum, der Frauen außerhalb des Sports oft verwehrt bleibt.
Jana Margarete Schuler lebt in Bamberg und arbeitet weltweit als Dokumentarfotografin. Ihre Arbeiten erschienen unter anderem in VOGUE, DIE ZEIT, GEO, SZ-Magazin, DER SPIEGEL und Stern.
Seit drei Jahren begleitet sie für ihre Langzeitserie „Zwischen Blut und Glitzer“ mexikanische Wrestlerinnen in Ciudad Juárez. Das Projekt brachte ihr internationale Aufmerksamkeit und wurde unter anderem bei den Rencontres d’Arles (Arles, Frankreich), der Photo London (London, Großbritannien), dem PhotoVOGUE Festival (Mailand, Italien) und dem Festival della Fotografia Etica (Lodi, Italien) ausgestellt.
2025 erhielt sie den ersten Preis der Siena Awards in der Kategorie „Storytelling – Daily Life and Contemporary Issues“. PhotoVOGUE zählt sie derzeit zu den 150 einflussreichsten Fotografinnen und Filmemacherinnen weltweit.
Neben ihrer fotografischen Arbeit hält Schuler Vorträge über ihre Langzeitprojekte sowie über die Herausforderungen und Chancen dokumentarfotografischer Arbeit – insbesondere aus weiblicher Perspektive.

Laura Zalenga
Menschschaften
In dieser Serie nutzt Laura Zalenga nicht nur die Kamera, sondern den eigenen Körper zur Erkundung unterschiedlicher Landschaften und Umgebungen. Die Bilder entstehen ohne digitale Bildgenerierung an realen Orten durch dokumentiertes Eintauchen in die jeweiligen Szenerien. In Verschmelzung und Kontrast entstehen Bilder, die sich zwischen Nähe und Distanz, Zugehörigkeit und Fremdheit bewegen. Wälder, Eis, Felsen und menschengemachte Erhebungen werden zu Räumen, in denen die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt sichtbar wird. Dabei unterscheidet Zalenga nicht zwischen offensichtlich schönen Orten und Plätzen, die erst auf den zweiten Blick besonders sind. Obwohl die Fotografien den Körper der Künstlerin zeigen, versteht Zalenga sie nicht als klassische Selbstporträts. Die Arbeiten laden dazu ein, den Menschen nicht als von der Natur getrenntes, sie dominierendes Wesen zu betrachten, sondern als vergänglichen und verbundenen Teil einer größeren Welt, gleichzeitig bedeutend und unbedeutend, verletzlich und stark, verbunden und frei.
Laura Zalenga ist eine deutsche konzeptionelle Portraitfotografin, deren Arbeit sich in bedachter Klarheit zwischen dem Selbst und dessen Umwelt bewegt. Nach fast zehn Jahren in Rotterdam lebt und arbeitet sie heute in der Nähe von München. Ihr Hintergrund in der Architektur prägt bis heute ihre Bildsprache: klar, reduziert und von einem feinen Gespür für Raum, Struktur und Atmosphäre getragen. Neben ihrer künstlerischen Praxis hält Zalenga international Vorträge über Fotografie und die besondere Kraft des Selbstportraits. Sie leitet Workshops und Kurse zu konzeptioneller Bildentwicklung, Kreativität und der sensiblen Wahrnehmung von Orten. Ihr besonderes Interesse gilt langfristigen Projekten, die gesellschaftlich Fragestellungen aufgreifen und diesen mit Empathie, Sorgfalt und visueller Zurückhaltung begegnen.
Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und in zahlreichen Publikationen veröffentlicht. Zu den Auszeichnungen ihres Schaffens zählen unter anderem die Ehrung als „Photographer of the Year“ von Refocus sowie eine Adobe Creative Residency. Über alle Formate und Kontexte hinweg wird Zalengas Arbeit von einer grundlegenden Überzeugung getragen: dass das Selbst, achtsam in die Welt gesetzt, nicht zur Inszenierung eines Individuums wird, sondern zu einem Ort der Reflexion.“

Regionale Fotogruppen
Fotogruppe Eckental
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