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Rauchmeldung im Wald

Die Einsatzleitung am Röthenparkplatz. Im Hintergrund rollen die Wehren.
Die Einsatzleitung am Röthenparkplatz. Im Hintergrund rollen die Wehren. ©Stadt Forchheim
Ein Löschwasserbassin wird aufgebaut. Im Dunkeln nicht einfach aber jeder Handgriff sitzt. Die Umgebung im Wald ist ausgeleuchtet mit Strahlern.
Ein Löschwasserbassin wird aufgebaut. Im Dunkeln nicht einfach aber jeder Handgriff sitzt. ©Stadt Forchheim
  • Pressemitteilung

Feuerwehren trainierten den Ernstfall

Ein Horrorszenario, aber für dieses Mal zum Glück nur eine Übung: Um die Fähigkeiten der Forchheimer Wehren im Bereich der Waldbrandbekämpfung zu festigen, hatten Kreisbrandmeister Björn Paulitsch und seine Kollegen in enger Abstimmung mit den zuständigen Förstern Alexander Schmitt von den Bayerischen Staatsforsten und dem Stadtförster Max Schneider einen großflächigen Waldbrand „vorbereitet“. Ziel dabei war es, die Zusammenarbeit der Feuerwehren, insbesondere in der Anfangsphase eines Waldbrandes zu üben: Also wurden am Mittwoch um 19:00 Uhr die Wehren in Buckenhofen, Burk und Forchheim alarmiert.

Schon nach wenigen Minuten rollten die ersten Fahrzeuge mit Blaulicht durch die Röthenstraße in die untere Mark. Die Einsatzleitung um Stadtbrandmeister Timo Sokol etablierte sich am Röthenparkplatz und ein ebenfalls informierter ortskundiger Förster konnte den Löschfahrzeugen wertvolle Informationen über den Weg zum Einsatzort geben.

Routiniert wurden dort der Brand erkundet, die richtigen Fahrzeuge an die richtigen Plätze dirigiert und Hand in Hand mit der Bekämpfung begonnen. Während jetzt immer mehr Löschfahrzeuge eintrafen, machte sich aber sehr schnell Wasserknappheit bemerkbar. Die in der Nähe befindlichen Käsperlesweiher schieden nach Begutachtung aufgrund der zurückliegenden Trockenphase als Lieferanten aus. Folglich alarmierte die Einsatzleitung fiktiv weitere Wehren aus den Landkreisen Forchheim, Bamberg und Erlangen-Höchstadt und beorderte sie zu einem Sammelpunkt am Pilatus Campus.

Die im Stadtgartenamt und bei verschiedenen Landwirten befüllt vorgehaltenen Wassertanks wurden abgerufen und in Marsch gesetzt. Außerdem entwickelte die Leitung ein Versorgungskonzept für die im Einsatz befindlichen Frauen und Männer, da sich eine lange Bekämpfungsdauer abzeichnete. In der Praxis allerdings fuhr ein Trupp die für die vielen Fahrzeuge notwendigen Fahrwege im Kreis- und Einbahnverkehr in Echtzeit noch im Dunkeln ein und schilderte sie aus.

Organisation lief reibungslos!

Ebenso wurde am Brandort ein großes Löschwasserbassin als Nachfüllstation aufgebaut. Für alle Beteiligten eine echte Herausforderung. Dank des ganz in der Nähe im Staatsforst stehenden Digitalfunkmastes lief aber der Funkverkehr und damit die Organisation über die Einsatzleitung reibungslos, ein Ergebnis hervorragender Technik und zahlreicher Übungen. Eine große Hilfe war es auch, dass die Feuerwehrfrauen und -männer aus der Region stammten und viele von ihnen den Einsatzort von ihrer Freizeit her kannten. So waren Begriffe und Lokalitäten wie „Försterhäusla“, Käsperlesweiher“ oder „Sechs Eichen“ vielen vertraut und erleichterten einen raschen Fortschritt bei der Brandbekämpfung.

Irgendwann nach 21:00 Uhr, in tiefster Dunkelheit, war es dann soweit: Der anwesende Übungsbeobachter Burkard Baumgärtner von der Forchheimer Wehr hatte genug gesehen, war zufrieden und brach die Übung ab. Ein gigantischer Fuhrpark setze sich aus dem Wald wieder in Bewegung und das Personal sammelte sich um die Einsatzleitung zur Abschlussbesprechung. Verbesserungsvorschläge wurden von allen Beteiligten vorgebracht und aufmerksam notiert. Danach gab es für alle das verdiente Lob und hohe Anerkennung für die gezeigte Leistung.

Einen eigenen Besprechungspunkt brachte die anwesende Forstpartie vor: Nachdem es erst vor kurzem in den staatlichen Wäldern bei Oberhaid und Strullendorf groß gebrannt hatte, war es dem Oesdorfer Revierleiter Alexander Schmitt ein Herzensanliegen sich für das Engagement der Frauen und Männer zu bedanken, die ihre Freizeit dafür opfern, unsere Wälder und generell uns alle zu schützen. Auch Stadtförster Max Schneider, selbst aktiver Feuerwehrmann, bedankte sich und wies dringlich auf die Notwendigkeit enger Zusammenarbeit zwischen Forst und Feuerwehr in Übung und Einsatz hin.

Und dafür war diese Übung ein Musterbeispiel: Gelebte und gelungene Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Die Stadt Forchheim sagt „Danke!“