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Kellerwald - städtebauliches Gesamtkonzept

Der Forchheimer Kellerwald - Einzigartigkeit und Bedeutung

Der Kellerwald vereint historische Bierkeller, bürgerschaftlich getragene Brautradition und lebendige Festkultur in einer außergewöhnlichen Form. Mit seinen 23 bewirtschafteten Kellern prägt er das kulturelle Leben der Stadt maßgeblich und gilt als „Wohnzimmer“ der Forchheimer Bevölkerung.

In dieser Geschlossenheit und kulturellen Vielfalt ist der Kellerwald nicht nur in Franken, sondern weit darüber hinaus einzigartig. Diese besondere Identität soll bewahrt und gezielt weiterentwickelt werden.

Kellerwald Forchheim


Städtebauliches Gesamtkonzept Kellerwald

In seiner Sitzung am 20.12.2022 hat der Stadtrat der Stadt Forchheim den Beginn einer Gesamtstudie mit Vorbereitenden Untersuchungen für das Untersuchungsgebiet „Kellerwald“ beschlossen. Gefördert wurde das Konzept über das Bayerische Städtebauförderungsprogramm und die Förderinitiative „Innen statt Außen“. (Städtebauförderungslogo einfügen, kann auch unten auf die Seite) 

Mit Stadtratsbeschluss vom 26.02.2026 wurde das finale städtebauliche Gesamtkonzept in der Fassung vom 10.02.2026 gebilligt.


Inhalte des städtebaulichen Gesamtkonzepts

Das umfassendes Gesamtkonzept wurde erarbeitet um den Kellerwald nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln. Durch den ganzheitlichen Ansatz des Konzeptes werden zentrale Themenbereiche miteinander verbunden und betrachtet:

  • Kultur und Festtradition

  • Denkmalpflege und Bausubstanz

  • Tourismus und Wirtschaft

  • Naturschutz und Nachhaltigkeit

  • Sicherheit und Schallschutz

  • Barrierefreiheit

  • Eigentums- und Rechtsfragen

 

Aufgang mit Blick auf mehrere Biergarnituren, Schonnenschutz und dem Anbau des Glockenkellers im Forchheimer Kellerwald
Glockenkeller©Matthias Hösch
Eingangsbereich zum Eichhornkeller mit Sandsteinmauer und Biergarten-Garnituren im Forchheimer Kellerwald
Eichhorn-Keller©Matthias Hösch
Zahlreiche Biergarnituren auf einem Bierkeller mit Sonnenschirmen, umgeben von Bäumen des Forchheimer Kellerwalds.
Eichhornkeller©Matthias Hösch
Das Gelände des Neder Kellers befindet sich links und rechts des Hauptwegs im Forchheimer Kellerwald. Sansteinmauern stützen das Areal, darunter liegen die Bierkellerstollen für die Lagerung und Reifung des Bieres.
Neder Keller©Matthias Hösch
Rustikale Ruhebank bei Sonnenuntergang im Forchheimer Kellerwald
Abendstimmung im Kellerwald©Matthias Hösch
Aufgang zum Kaiser-Keller im Forchheimer Kellerwald, mit Sandsteinmauern, Eingangstor zum Bierkeller für Lagerungen, umgeben von Bäumen.
Kaiser-Keller©Matthias Hösch
Rappenkeller-Ansicht vom Hauptweg mit Sandsteinmauer und überdachten Sitzplätzen im Forchheimer Kellerwald.
Rappenkeller©Matthias Hösch

Das Konzept berücksichtigt sowohl den Erhalt der historischen und denkmalwürdigen Substanz als auch moderne Anforderungen an Nachhaltigkeit, Funktionalität und Aufenthaltsqualität. Ziel ist es, den Kellerwald als Stadtteil, attraktiven Naherholungsraum, kulturellen Treffpunkt und touristischen Anziehungspunkt weiter zu stärken.

Gleichzeitig erfordern gesellschaftliche Entwicklungen wie der demografische Wandel, die Klimakrise, die Digitalisierung und veränderte Freizeitgewohnheiten eine vorausschauende Planung. Der Kellerwald soll auch künftig ein lebendiger und identitätsstiftender Ort für kommende Generationen bleiben.

Durch das Gesamtkonzept sollen private und öffentliche Maßnahmen vorangetrieben und umgesetzt werden. Dies ist für einen Zeitraum von etwa 15 bis 20 Jahren angelegt und erfolgt schrittweise.

 


Informations- und Beteiligungsveranstaltung am 19. Januar 2026

Rund 170 Bürgerinnen und Bürger, Anwohnerinnen und Anwohner, Erbauberechtigte, Pächterinnen und Pächter sowie Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung nutzten in diesem Rahmen die Gelegenheit, sich über die geplante Entwicklung des Kellerwalds in den kommenden 15 - 20 Jahren zu informieren und aktiv auszutauschen.

Im Mittelpunkt stand der Entwurf des Gesamtkonzepts, das die Zukunft des Kellerwalds als bedeutendes Einzeldenkmal und als die am besten überlieferte historische Bierkelleranlage Frankens skizziert.


Klares Ziel definiert

Das Ziel ist klar: Den Kellerwald als lebendiges „Wohnzimmer der Forchheimer“ zu erhalten, seine einzigartige Identität zu schützen und ihn behutsam sowie nachhaltig weiterzuentwickeln. Bürgermeister Schönfelder, Stadtplaner Daniel Waldhoff und Stadtbauamtschef René Franz erläuterten die geplanten Ziele und Maßnahmen. Zudem erläuterten sie, welche Rolle das Konzept als Grundlage für Fördermittel aus Städtebauförderung, Denkmalschutz und Kulturförderung spielt.