
Der Forchheimer Kellerwald - Einzigartigkeit und Bedeutung
Der Kellerwald vereint historische Bierkeller, bürgerschaftlich getragene Brautradition und lebendige Festkultur in einer außergewöhnlichen Form.
Mit seinen 23 bewirtschafteten Kellern auf rund 20.000 m² zählt der Kellerwald zu den größten Biergärten der Welt und prägt damit das kulturelle Leben der Stadt maßgeblich. Er gilt als „grünes Wohnzimmer“ der Forchheimer Bevölkerung.
Die Bierkellersaison geht von April bis Oktober - einige Keller sind zudem auch ganzjährig geöffnet. Traditioneller Höhepunkt ist das weit über die Stadtgrenze hinaus bekannte “Annafest”, das den Kellerwald jedes Jahr Ende Juli bis August zu einem besonderen Erlebnis für Einheimische und Gäste werden lässt.
In dieser Geschlossenheit und kulturellen Vielfalt ist der Kellerwald nicht nur in Franken, sondern weit darüber hinaus einzigartig. Diese besondere Identität soll bewahrt und gezielt weiterentwickelt werden.
Kellerwald Forchheim - forchheim-erleben.de
Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Inhalte des Städtebaulichen Gesamtkonzepts Kellerwald übersichtlich zusammengestellt.
Städtebauliches Gesamtkonzept Kellerwald
Der Stadtrat der Stadt Forchheim hatte in seiner Sitzung vom 20.12.2022 den Startschuss für eine Kellerwald-Gesamtstudie mit vorbereitenden Untersuchungen für das Untersuchungsgebiet „Kellerwald“ beschlossen. Auf Grundlage dieses Beschlusses ist ein Leitfaden, das sogenannte „Städtebauliche Gesamtkonzept Kellerwald Forchheim“, mit mehr als 150 Seiten entstanden.
Worum geht es im Städtebaulichen Gesamtkonzept Kellerwald?
Das Gesamtkonzept skizziert die Zukunft des Kellerwalds als bedeutendes Einzeldenkmal und als die am besten überlieferte historische Bierkelleranlage Frankens.
Vier Ziele stehen dabei im Mittelpunkt:
- Die Bewahrung der kulturellen und bauhistorischen Besonderheiten
- Der Erhalt, die Sanierung und Pflege der denkmalwürdigen Bausubstanz
- Die benötigten Um- und Ausbauten von Kellern zum Erhalt der Aufenthaltsqualität und der gastronomischen Angebotsvielfalt
- Die Einhaltungen der Gestaltungsleitlinien und – satzungen des Kellerwalds
Was ist das KDK?
Das KDK (Kommunales Denkmalkonzept) ist, neben den vorgesehenen städtebaulichen Entwicklungskonzepten der Städtebauförderung, ein Instrument des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, das Kommunen unterstützt, schützenswerte Vorhaben im Bereich der Denkmalpflege systematisch, selbständig und zielorientiert umzusetzen.
Ziel des KDK ist eine Art "Masterplan Kellerwald", in dem alle Untersuchungen und Maßnahmen festgehalten werden, um Landschaft, Charme und Atmosphäre und natürlich die historische Denkmalsubstanz zu erhalten. Das KDK ist auch Grundlage dafür, um das Einzeldenkmal Kellerwald in seiner Gesamtheit zu bewahren. Ein weiteres Ziel ist zudem eine Aktualisierung des Eintrags in der Denkmalliste, in der der Kellerwald aktuell nur unspezifisch gelistet ist.
Der Kellerwald ist Sanierungsgebiet und Stadtumbaugebiet. Was bedeutet das genau?
Sanierungsgebiet (von denen es in Forchheim schon einige gibt) bildet den städtebau-rechtlichen Rahmen, um als privater Kellereigentümer beziehungsweise Kellerwirt Zuschüsse zu bekommen – vor allem Steuerabschreibungsmöglichkeiten. Diese können allerdings nur dann geltend gemacht werden, wenn man sich an die Gestaltungs-Vorgaben des Gesamtkonzepts hält.
Stadtumbaugebiet (ein Novum!): Die Kommune und auch Privatpersonen profitieren davon finanziell, wenn sie mit Bau- oder Reparaturmaßnahmen zum Erhalt oder zur Modernisierung des Kellerwalds beitragen. Um als Stadt möglichst viele staatliche Fördermittel abzuschöpfen, ist die Festlegung als Stadtumbaugebiet dienlich.
Warum braucht es einen Musterkeller?
Der Rappenkeller soll als Musterkeller detailliert darüber aufklären, wie dort beispielhaft eine Generalsanierung aller Bierkeller anzugehen ist. Der Rappenkeller dient als Vorbild für die Sanierung der anderen Bierkeller im Forchheimer Kellerwald.
Die Musterkellerstudie fungiert als Pilotprojekt und erprobt exemplarisch die denkmalgerechte Sanierung und funktionale Weiterentwicklung einzelner Kellerbereiche. Die Musterkellerstudie verfolgt das Ziel, beispielhaft zu zeigen, wie historische Bausubstanz, technische Erfordernisse und gestalterische Qualität in Einklang gebracht werden können.
Wohin kann ich mich bei Fragen/Anregungen zum Städtebaulichen Gesamtkonzept Kellerwald wenden?
Hier könne Sie Ihre Fragen und Anregungen an uns richten: kellerwaldsanierung(at)forchheim.de
Wie lange soll die Sanierung des Kellerwalds dauern?
Die Sanierungsmaßnahmen sind komplex, schließlich ist jeder der 23 Keller im Forchheimer Kellerwald anders beschaffen. Es ist für die Umsetzung ein Zeitrahmen von 15 Jahren eingeplant
Und zu guter Letzt: Was kostet das Ganze?
Insgesamt wird mit einem Kostenvolumen von 54 Millionen Euro gerechnet. Förderung: etwa 60 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten.









