Mit der offiziellen Einweihung mehrerer neuer Bestattungsbereiche auf dem Neuen und Alten Friedhof erweitert die Große Kreisstadt Forchheim ihr Angebot an zeitgemäßen und würdevollen Bestattungsformen. Die neuen Anlagen reagieren auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Bevölkerung und schaffen zusätzliche Möglichkeiten für individuelle Formen des Gedenkens.
Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Erweiterung des teilanonymen Urnenfeldes auf dem Neuen Friedhof. Das neue Bestattungsfeld ergänzt die bereits bestehenden Angebote der Urnenstelen und der teilanonymen Bestattungsformen. Die Anlage wurde bewusst so konzipiert, dass sie entsprechend der zukünftigen Nachfrage schrittweise erweitert werden kann. Damit schafft die Stadt eine nachhaltige und langfristig tragfähige Lösung für moderne Urnenbestattungen.
Darüber hinaus wurden neue pflegefreie Grabstätten für Erdbestattungen geschaffen. Der Wunsch nach pflegearmen oder pflegefreien Grabformen nimmt seit Jahren zu. Gründe dafür sind unter anderem die zunehmende Mobilität von Familien sowie der Wunsch vieler Menschen nach einer naturnahen und zugleich würdevollen Ruhestätte. Bereits 2023 hatte der Stadtrat beschlossen, entsprechende Angebote auf den Friedhöfen der Stadt zu schaffen. Nun konnte dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden.
Die neuen Grabfelder zeichnen sich durch eine hochwertige Gestaltung mit Elementen aus Cortenstahl und einer harmonischen Bepflanzung aus. Dadurch entsteht eine ruhige
und würdevolle Atmosphäre, die den Bedürfnissen vieler Bürgerinnen und Bürger gerecht wird.
Auch auf dem Alten Friedhof wurde mit der neuen „Urnenoase der Ruhe“ ein zusätzliches Angebot geschaffen. Die erste teilanonyme Urnenanlage des Friedhofs ermöglicht künftig Urnenbeisetzungen außerhalb der bisherigen Bestattungsformen in klassischen Grabstätten oder im Kolumbarium. Ein zentral platzierter Findling bildet das gestalterische Herzstück der Anlage und steht symbolisch für Erinnerung, Beständigkeit und Besinnung.
Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz betonte bei der Einweihung die Bedeutung der neuen Angebote:
„Wir investieren hier nicht nur in neue Grabformen, sondern vor allem in würdevolle Orte des Abschieds, des Erinnerns und der Menschlichkeit.“
Besonders erfreulich sei, dass Planung und große Teile der Umsetzung durch das städtische Gartenamt in Eigenleistung erbracht wurden. Dies unterstreiche sowohl die fachliche Kompetenz als auch das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Für Material, Ausstattung und Bepflanzung investierte die Stadt insgesamt rund 38.000 Euro. Mit den neuen Bestattungsbereichen stärkt Forchheim die Zukunftsfähigkeit seiner Friedhöfe und bietet den Bürgerinnen und Bürgern zeitgemäße, würdevolle und bedarfsgerechte Möglichkeiten des Abschieds und Gedenkens.
Informationsangebot
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim Friedhofsamt der Stadt Forchheim umfassend über die neuen Bestattungsangebote und deren Ausgestaltung informieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für persönliche Beratungsgespräche gerne zur Verfügung.
Dabei ist zu beachten, dass nicht alle angebotenen Grabformen im Rahmen einer Bestattungsvorsorge bereits im Voraus erworben werden können. Aufgrund der begrenzten Flächenkapazitäten ist eine Reservierung bestimmter Grabstätten vor Eintritt eines Bestattungsfalls nicht möglich.
Das Angebot der neuen Bestattungsformen richtet sich zudem vorrangig an Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Forchheim. Damit soll sichergestellt werden, dass auch künftig ausreichend Bestattungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zur Verfügung stehen.
