An einem strategischen Fahrplan für die kommunale Wärmeplanung arbeitet aktuell das Klimaschutzmanagement der Stadt Forchheim. Auf Grundlage der Vorgaben des Freistaats Bayern sowie des Wärmeplanungsgesetzes soll die Wärmeversorgung in Forchheim künftig klimaneutral, sicher und bezahlbar gestaltet werden. Dabei berücksichtigt die Stadtverwaltung die örtlichen Gegebenheiten ebenso wie technische, wirtschaftliche und ökologische Rahmenbedingungen.
Wichtiger Meilenstein für ein gemeinsames Zukunftsbild für die klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt Forchheim war am 2. Juli 2026 ein fachbereichsübergreifender Workshop im Digitallabor der Stadt Forchheim: „Für die kommunale Wärmeplanung ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung sowie der Stadtwerke unverzichtbar, vorhandenes Fachwissen wird frühzeitig zusammengeführt und bestehende Planungen werden aufeinander abgestimmt“, erklärt Klimaschutzmanagerin Sophia Ramer.
Matthias Hoffmann, Sachgebietsleiter der städtischen Geodatenverwaltung ergänzt: „Das Digitallabor bietet als moderner Innovationsraum ideale Voraussetzungen für den gemeinsamen Austausch.“ Bestehende Planungen wurden im Workshop vorgestellt, aktuelle Entwicklungen berücksichtigt, erste fachliche Einschätzungen diskutiert und zusammengeführt.
Noch im Juli findet ein weiterer Workshop mit den verschiedenen Fachbereichen der Stadtwerke statt. Darüber hinaus werden auch Gewerbetreibende in den Planungsprozess eingebunden: Das Klimaschutzmanagement wird hierzu gezielt auf die jeweiligen Akteurinnen und Akteure zugehen.
Informationsveranstaltungen für die Bürgerschaft
In den weiteren Prozess wird auch die Öffentlichkeit einbezogen. Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger sind in Planung. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Die kommunale Wärmeplanung schafft eine wichtige Grundlage für zukünftige Entscheidungen rund um die Wärmeversorgung von Gebäuden. Sie bietet Orientierung, ersetzt jedoch keine individuelle Energieberatung oder konkrete Planung für einzelne Gebäude. Nach Abschluss der Wärmeplanung erhalten Bürgerinnen und Bürger einen Überblick darüber, ob ihr Gebäude in einem Gebiet mit Potenzial für ein Wärmenetz liegt, welche Formen der Wärmeversorgung langfristig zur Verfügung stehen könnte und welche Entwicklungen in ihrem Stadt- oder Ortsteil zu erwarten sind. Der Wärmeplan schafft dabei Transparenz und Planungssicherheit für zukünftige Investitionen in die eigene Heizungs- und Energieversorgung.
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand zeichnet sich bereits ab, dass in den Ortsteilen Burk, Buckenhofen und Reuth kurzfristig nicht mit einem Ausbau von Wärmenetzen zu rechnen ist. Die weiteren Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung werden diese Einschätzung konkretisieren.
Die kommunale Wärmeplanung für Forchheim
Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Planungsinstrument. Sie zeigt auf, wie die Wärmeversorgung einer Kommune langfristig auf erneuerbare Energien und andere klimafreundliche Wärmequellen umgestellt werden kann. Gleichzeitig schafft sie eine Grundlage für zukünftige Entscheidungen von Stadtverwaltung, Stadtwerken, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern.
Wichtig dabei ist, dass die kommunale Wärmeplanung keine verbindlichen Entscheidungen für einzelne Gebäude oder Grundstücke vorgibt. Sie verpflichtet weder zum Einbau einer bestimmten Heizungsanlage noch zum Anschluss an ein Wärmenetz. Vielmehr dient sie als fachlich fundierte Orientierung für die zukünftige Entwicklung der Wärmeversorgung Forchheims.
Inhalt und Grundlagen der Wärmeplanung
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wird zunächst die bestehende Wärmeversorgung im gesamten Stadtgebiet analysiert. Darauf aufbauend werden der zukünftige Wärmebedarf sowie Potenziale zur Energieeinsparung ermittelt. Darüber hinaus wird untersucht, welche erneuerbaren Energien und unvermeidbaren Abwärmequellen künftig zur Wärmeversorgung beitragen können.
Die Ergebnisse dieser Analyse fließen in ein gemeinsames Zukunftsbild für die klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt Forchheim ein.
Kontakt
Bei Fragen zur kommunalen Wärmeplanung, zu den Beteiligungsmöglichkeiten, den Beratungsangeboten sowie Fördermöglichkeiten steht das Klimaschutzmanagement der Stadt Forchheim gerne zur Verfügung:
Klimaschutzmanagement, Stadt Forchheim, Leitung Frau Ramer, Tel. 09191 714 423, E-Mail: klimaschutz(at)forchheim.de
