Mit einer Kranzniederlegung am Braunauer Heimatdenkmal am Forchheimer Streckerplatz gedachten Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein und Erik Buchholz, Vorsitzender des Heimatkreises Braunau/ Sudetenland e.V., am 25. Januar 2026 der ersten Heimatvertriebenen.
Anlass war das historische Ereignis vom 28. Januar 1946, als der erste Transportzug mit aus Braunau vertriebenen Menschen den Forchheimer Bahnhof erreichte. Bis 1947 wurden 7.391 Vertriebene in Forchheim gezählt, was rund 40 Prozent der damaligen Bevölkerung entsprach. Trotz anfänglicher Herausforderungen leistete der Bevölkerungszuwachs einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Stadt Forchheim.
1955 übernahm Forchheim auf Wunsch der Vertriebenen die Patenschaft für Stadt und Kreis Braunau/Broumov (Böhmen, heute Tschechische Republik), die bis heute als innige Städtepartnerschaft aktiv gepflegt wird.
70 Jahre Patenschaft und Partnerschaft mit der Stadt und dem Land Braunau/Broumov feierte die Stadt Forchheim mit dem Braunauer Heimatkreisrat im Juli vergangenen Jahres in Forchheim: "Wir blicken zurück auf eine Partnerschaft, die tief in unserer gemeinsamen Geschichte wurzelt. Vor genau 70 Jahren, im Jahr 1955, übernahm die Stadt Forchheim die Patenschaft über die Stadt und den Kreis Braunau. [...] Das war mehr als nur eine formale Geste - es war ein Ja zu Menschlichkeit und Mitgefühl – ein Ja zur Verantwortung – ein Ja zur gelebten Gemeinschaft", erklärte Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein damals zur gemeinsamen festlichen Sitzung des Forchheimer Stadtrats und wichtigen Personen aus Gesellschaft und Stadtverwaltung im Festsaal der VR-Bank in der Hauptstraße.
Mehr Informationen zu Braunau/Broumov:
Im Braunauer Heimatmuseum, Paradeplatz 2, 91301 Forchheim, hier unter Partnerstadt Braunau oder unter www.heimatkreis-braunau.de.
