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Kloster St. Anton

Kloster St. Anton

Bereits im Spätmittelalter existierten in Forchheim einige klosterähnliche Stiftungen als Schwesternhäuser. Die Berufung zweier Jesuiten 1573 führte trotz erfolgreicher Tätigkeiten nicht zu einer dauerhaften Niederlassung des Ordens. Unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg, im Jahre 1649, wurde durch Fürstbischof Melchior Otto Voit von Salzburg der Franziskanerorden nach Forchheim geholt. Zunächst saßen die Mönche in der alten Gereonskapelle, doch 1684 begann man auf dem Gelände des Schottenhofes an der schmalen Wolfsgasse mit dem Bau eines eigenen Klosters. Dessen Kirche ist dem hl. Antonius geweiht und bewahrt eine vorzügliche barocke bzw. spätbarocke Ausstattung. 1722 erhielt das Kloster eine wesentliche Erweiterung, auch eine Klosterbrauerei enstand in der Südwestecke des Hofes (Klosterstr. 12). Die Säkularisation 1802/03 verurteilte den Konvent zum Aussterben, da keine neuen Mönche mehr aufgenommen werden durften. 1830 folgte die endgültige Aufhebung. 1848 erwarb die Stadt die Gebäude, welche als Filialkirche bzw. Kaserne und später als Schule benutzt wurden. Abgesehen vom Klosterkomplex stammt die Bebauung aus dem 19. bis mittleren 20. Jh. Im Jahre 1918 kaufte der Redemptoristenorden das Kloster und gründete eine Missionsniederlassung, die das Kloster noch heute unterhält. Während das Kloster ursprünglich am Rande der Stadt entstand und umgeben von Gärten war, liegt es heute inmitten des historischen Zentrums.

Nach der Schließung des Klosters und dem Weggang der dort bisher wirkenden Redemptoristen 2013 hat sich der "Klosterverein St. Anton e.V. Forchheim" gegründet. Zusätzliche bebilderte Information zum Werdegang des Klosters findet sich auf der Homepage des Klostervereins hier.