Lebenspraktischer Bereich
Hierbei geht es uns um die Förderung der Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit der Kinder in alltäglichen Situationen.
Kinder im Elementarbereich sind bereits sehr gut in der Lage, viele alltägliche Situationen selbst zu bewältigen. Sie brauchen einen Wegbegleiter, der es ihnen ermöglicht, eigeninitiativ zu handeln, auszuprobieren, zu lernen.
Wir verstehen unter dem lebenspraktischen Bereich Handlungen wie: Alleine an- und ausziehen, alleine auf Toilette gehen, Hose auf- und zumachen, Hände waschen, Nase putzen, Schuhe anziehen, Tasche holen und wieder aufräumen, sich überlegen, welche Dinge ich für den Garten bei schönem Wetter, aber auch bei Regen brauche...
Dazu gehört auch das Erlernen von Ordnung. Kinder brauchen Ordnung, um sich orientieren zu können. Sie benötigen eine Einführung der Regeln und Gepflogenheiten im Umfeld. Gerade im Kindergartenalltag erfahren die 3 - 6 Jährigen Kinder, dass Ordnung für das Zurechtfinden elementar ist. So gehört es zu ihren Aufgaben, das Aufräumen gezielt zu üben.
Wohin mit den Hausschuhen, mit der Jacke und der Tasche? Wo finde ich die Legosteine, die Bilderbücher, aber auch alle anderen Spielmaterialien?
Das Erlernen von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten macht den Kindern erfahrungsgemäß sehr großen Spaß. Es gibt feste Dienste im Kindergarten, die von den Kleinen gerne ausgeführt werden: Vor dem Stuhlkreis die Krümel aufkehren, die Spülmaschine ein- und ausräumen, die Gummistiefel auf die dafür vorgesehene Bank stellen und vieles mehr. Beim gemeinsamen “Gesunden Frühstückstag” unterscheiden die Kinder, welches Obst gewaschen oder geschält werden muss, lernen das Umgehen mit dem Gemüseschäler, schneiden das Obst klein, richten die Nahrungsprodukte appetitlich auf Tellern an...
Wir als Team orientieren uns gerade bei den lebenspraktischen Bereichen nahe an der Pädagogin Maria Montessori, welche den Leitsatz prägte:
Hilf mir, es selbst zu tun!
Sagst du`s mir,
so vergesse ich es.
Zeigst du`s mir,
so merke ich
es mir leicht.
Lässt du mich
Teilhaben,
so behalte ich es.
Chinesische Weisheit
Spracherziehung/literacy
Im Laufe der letzten Jahre zeigte sich verstärkt eine Zunahme der sprachlichen Auffälligkeiten bei den Kindergartenkindern. Dies ist zum Teil auf die jünger werdenden Kinder zurückzuführen. Dazu kommt der Anteil an Migrantenkindern, die unsere Einrichtung mit den unterschiedlichsten deutschen Sprachkenntnissen (meist gut) besuchen. Aber auch die Zunahme an der Medienorientierung bei den Kindern im Vorschulbereich stellt eine Ursache dar. So gestalten viele Kinder ihre Freizeit mit elektronischen Spielgeräten, wie dem Gameboy, Computer- und Videospielen sowie mit dem Fernsehapparat.
Logopäden werden so stark wie nie zuvor frequentiert. Im Rahmen unserer pädagogischen Schwerpunkte stellt deshalb “literacy” einen enormen Stellenwert dar. Der Begriff “literacy” umfasst eine Reihe von grundlegenden Kompetenzen wie Symbolverständnis, Sinnverstehen, Lesebereitschaft, Ausdrucksfähigkeit, literarisches Verständnis und der Umgang mit Medien.
Wir schaffen täglich für die Kinder die Rahmenbedingungen in diesem Bereich, indem wir ihnen die unterschiedlichsten Methoden bereitstellen:
Bewegungserziehung
Motorik hängt mit anderen Bereichen wie Sprache, Emotionalität und vielem mehr zusammen. Sind die motorischen Abläufe gut entwickelt, erleichtert dies die sprachliche Kompetenz, erhöht das Selbstbewusstsein und macht das Kind in seiner Denkweise flexibel. Über die Bewegung erfahren Kinder ihre Umwelt, begreifen Zusammenhänge und machen Erfahrungen mit Raum und Lage.
Bei den Beobachtungen der Kinder stellt sich ein unheimlich großes Bedürfnis nach Bewegung heraus. Mehrere Kinder zeigen in ihren Bewegungsabläufen Unsicherheiten und motorische Auffälligkeiten.
Wir wollen den Kindern die vielfältigsten Möglichkeiten schaffen, neben der wöchentlich stattfindenden Turnstunde diverse Bewegungsaufforderungen zu erhalten.
Leider verfügt unsere Einrichtung nur über einen sehr kleinen Raum, der für die gezielte Bewegungserziehung eingesetzt wird. Dieser Raum ist im Eingangsbereich untergebracht und kann erst ab einer bestimmten Zeit für die Kinder zur Benutzung frei gegeben werden.
Da uns die Notwendigkeit und Wichtigkeit der kindlichen Bewegung bewusst ist, versuchen wir, mehr Möglichkeiten zu schaffen durch:
