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Zusammenstehen und solidarisch sein - für die Menschen in der Ukraine

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,

der Krieg ist zurück in Europa und ich kann es noch immer nicht fassen. Mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Jugoslawienkriege im Jahr 1999 wiederholt sich tatsächlich in der Ukraine, mitten in Europa, die menschliche Katastrophe namens Krieg. Die Bilder der Toten und Geflüchteten sowie deren zerstörter Heimat erschüttern mich. Weil der Krieg anders als in Syrien oder Afghanistan so nah ist, erreicht er mich nicht nur via Bildschirm, sondern fast wie in Echtzeit auch mittels der Geflüchteten, die bereits in Deutschland und auch in Forchheim zahlreich angekommen sind.

Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein Foto: Sabrina Friedrich

Sie bezeugen von Angesicht zu Angesicht, zu welchen Gräueltaten der Mensch fähig ist. Ostern steht vor der Tür. Ich glaube, dass vor über 2000 Jahren auf seinen Tod am Kreuz die Auferstehung Christi folgte. Ich glaube, dass auf die tiefste Dunkelheit das Licht und auf Verzweiflung die Erlösung folgen kann. Ich glaube, wo heute Krieg herrscht, ist morgen Frieden möglich. Ich glaube, dass der Mensch zu allem fähig ist – auch zum Guten. Diesen Glauben darf ich nicht aufgeben.

In unserer Partnerstadt Rovereto steht die Friedensglocke. Sie wurde in Erinnerung an alle Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus Kanonen der teilnehmenden Kriegsparteien gegossen. Ich habe ihren Glockenschlag als Mahnung zum Frieden gehört. Bis der erhoffte Frieden jedoch zurückkehrt, dürfen wir die Hände nicht in den Schoss legen. Jeder kann seinen Beitrag leisten, um den Menschen in und aus der Ukraine zu helfen. Wieder sind wir Deutschen als Gesamtgesellschaft aufgefordert, zusammenzustehen und solidarisch mit unseren Mitmenschen zu sein. Ich weiß, dass wir das können und wünsche Ihnen in diesem Sinne frohe Ostern!

Ihr
Dr. Uwe Kirschstein
Oberbürgermeister