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Die Chancen für die Zukunft erkennen

Na, das nenn` ich mal ein dickes Ei im Osternest! So oder so ähnlich dürften wohl viele gedacht haben, als ihnen die neuesten Beschlüsse zur Verlängerung des Corona Lockdowns über Ostern hinweg verkündet wurden. Doch wir sollten fair bleiben. Eier, ob dick oder dünn, können nun wirklich nichts für diese Misere. Im Gegenteil, sie stehen doch wie kaum ein anderes Symbol für Neuanfang und Leben. Mit der Osterbotschaft verknüpft, erinnern sie uns außerdem an die drei christlichen Tugenden von Liebe, Glaube und Hoffnung.

Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein Foto: Sabrina Friedrich

Wenn uns also in diesem Jahr Corona und die Politik ein dickes Ei servieren, dann sind wir im besonderen Maße dazu aufgerufen, diese Tugenden zu leben. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Die Krise lehrt uns eindringlich, dass jedes Lächeln und jedes gute Wort Balsam für die Seele sind. Ein liebevoller und achtsamer Umgang mit sich selbst, stärkt auch die Gesellschaft in schwierigen Zeiten. Haudrauf und Schuldzuweisungen vermögen dies nicht. Wenn wir zweifeln und alles infrage stellen, dann ist das nur menschlich. Die dadurch ausgelöste Angst besiegen wir jeden Tag aufs Neue durch den Glauben. Er gibt uns das Vertrauen, dass es in der Welt Dinge gibt, die unumstößlich und immerwährend sind. Er schenkt uns die tröstliche Fähigkeit, größere Zeiträume und übergeordnete Zusammenhänge erkennen zu können. Die Hoffnung ist zu guter Letzt das, was uns die Krise nicht nur überstehen, sondern vielmehr noch deren Chancen für die Zukunft erkennen lässt. Mit dieser Haltung bedeutet ein dickes Ei also nicht das Ende, sondern den Anfang für etwas Neues. Wer optimistisch ist, vergrößert jetzt sein Nest, damit das dicke Ding darin wieder passend ist.

Ihr
Dr. Uwe Kirschstein
Oberbürgermeister