Den schönsten Tag im Leben wieder mit mehr Gästen feiern

Es ist mir ein großes Anliegen, in Anbetracht der Corona Pandemie in der Stadt Forchheim so viel Freiheit und Normalität zu ermöglichen, wie unter den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlaubt werden kann. Nach meiner Überzeugung müssen Menschen Regeln, die sie einhalten sollen, verstehen und für sinnvoll erachten. Deren beschränkenden Auswirkungen müssen im Verhältnis zur drohenden Gefahr mehrheitlich als angemessen empfunden werden. Ansonsten befürchte ich, werden wir in der Gesellschaft nicht die notwendige breite Akzeptanz für Einschränkungen aufrechterhalten können, die wir jedoch brauchen, wenn gewohnte Freiheiten langfristig beschnitten werden sollen. Das immer wieder heftig aufflammende Infektionsgeschehen in verschiedenen Landkreisen dieser Republik zeigt, dass wir bei der Eindämmung der Corona Pandemie noch einen Marathon vor uns haben.

In Stadt und Landkreis Forchheim wurden seit 27. Mai (Stand: 24.06.) glücklicherweise keine Neuinfektionen mit Covid-19 mehr registriert. Dies ist eine hervorragende Nachricht und zeigt, wie verantwortungsvoll die Menschen unserer Heimat mit dieser Situation umgehen. Darauf kann und darf die Stadtverwaltung nun mit einer Lockerung reagieren, die für viele in diesem besonderen Corona Jahr sicher eine Herzensangelegenheit darstellt: Für standesamtliche Trauungen sind im kleinen Trauungszimmer in der Sattlertorstraße zukünftig fünf statt wie bisher nur drei Personen zugelassen und im großen Kaisersaal der Kaiserpfalz dürfen zukünftig 20 Personen an der Zeremonie teilnehmen. Sollte das Brautpaar bereits Kinder haben, dürfen diese selbstverständlich zusätzlich bei der Eheschließung dabei sein.

Für viele Brautpaare, die sich in den vergangenen Monaten alleine vor der*dem Standesbeamt*in das Ja-Wort geben mussten, war es hart, diesen so wichtigen Moment nicht mit ihren Liebsten erleben zu können. Die geplanten Feierlichkeiten im Anschluss an die Trauung absagen oder verschieben zu müssen, war für viele ebenfalls bitter. Vielleicht ist es ein kleiner Trost für alle Betroffenen, wenn ich Ihnen sage, dass ich bei meinen vielen Gratulationen zu goldenen und weiteren Hochzeitsjubiläen schon oft Eheleuten begegnet bin, deren Trauungen unter schwierigen Umständen stattfinden mussten. Letztlich aber hatte der schwierige Start keinen Einfluss auf das Gelingen ihrer Ehen. Es war nicht der erste Tag des neuen Lebensbundes, der den Ausschlag gab, sondern alle weiteren, die folgten.

Ihr
Dr. Uwe Kirschstein
Oberbürgermeister