Liebe Bürgerinnen und Bürger,

jetzt gemeinsam mit Verstand, Solidarität und Disziplin die Corona-Krise bewältigen!

Die Infektion mit dem Corona-Virus schreitet voran und wir müssen alles dafür tun, die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen. Derzeit dauert es nur drei Tage, bis sich die Anzahl der Infizierten verdoppelt hat. Sind es folglich an einem Montag noch 1000 Infizierte, steigt deren Zahl bis Donnerstag auf 2000 und bis Sonntag auf 4000 an. In nur einem Monat werden bei dieser Geschwindigkeit aus 1000 Infizierten 1 Million. Bei etwa vier Prozent kommt es zu schweren Krankheitsverläufen bis hin zur intensivmedizinischen Betreuung. Das wären bei 1 Million Infizierten ca. 40.000 Schwer- und Schwerstkranke.

Wir haben in Deutschland ein hochmodernes Gesundheitssystem, das aber nicht über ausreichendes medizinisches Fachpersonal verfügt, um gleichzeitig Zehntausende Schwer- und Schwerstkranke in Krankenhäusern zu versorgen. Die Situation ist heikel, weil wir uns zusätzlich zur Corona-Pandemie noch mitten in der jährlichen Grippewelle (Influenza) befinden, die erfahrungsgemäß erst Ende April bis Anfang Mai zu Ende geht.

Die Corona-Pandemie mag uns ängstigen, aber wir sind ihr nicht hilflos ausgeliefert. Seit dem Mittelalter wissen wir ganz genau, was die erfolgreichste Strategie gegen Seuchen jeder Art ist: Menschen voneinander isolieren – also Abstand halten und nach Möglichkeit zuhause bleiben! Wir werden jetzt die Balance hinbekommen, einerseits die Wirtschaftsleistung unseres Landes aufrechtzuerhalten und gleichzeitig das öffentliche Leben soweit wie möglich herunterzufahren.

Wenn Sie denken, dass Sie jung und gesund sind, und eine Ansteckung mit dem Corona-Virus bei Ihnen höchstens Reizhusten und Fieber auslösen wird, dann mag das sogar richtig sein. Aber wollen Sie wirklich ernsthaft die Verantwortung dafür übernehmen, dass Sie das Virus aus Leichtfertigkeit heraus an Hunderte von Menschen weitergegeben haben, von denen nicht alle so jung und gesund waren wie Sie? Im Moment gehen wir davon aus, dass es nach einer Infektion mit Corona-Viren etwa fünf bis sieben Tage dauert, bis sich überhaupt erste Symptome zeigen. Doch Vorsicht, 80 Prozent der Corona-Infizierten sind sogar symptomfrei.

Keiner von uns kann also sicher wissen, ob er nicht infiziert ist. Und keiner von uns kann anderen Menschen ansehen, ob diese chronisch krank sind und ein geschwächtes Immunabwehrsystem haben. Handeln Sie also verantwortungsvoll und solidarisch. Halten sie Abstand zu anderen, auch wenn Sie sich selbst fit und gesund fühlen. Mir ist bewusst, dass jetzt jedem von Ihnen vieles abverlangt wird. Verhaltensumstellungen sind mühsam. Wenn wir uns aber gegenseitig unterstützen, bei Bedarf auch ermahnen und für eine gewisse Zeit Verzicht üben, dann werden wir das Corona-Virus zurückdrängen.

Meine Stadtverwaltung und ich werden alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Forchheimer Bevölkerung ergreifen. Wir arbeiten in diesen herausfordernden Zeiten im engen Schulterschluss mit dem Landkreis sowie mit unseren Sicherheitsbehörden und Gesundheitseinrichtungen zusammen.

Wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben, dann können Sie sich unter der Telefonnummer 09131 6808-5101 an die Bürger*innen-Hotline des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wenden. Alternativ können Sie sich per Mail an das zentrale Postfach der Stadt Forchheim wenden. Unsere Fachämter bleiben weiterhin telefonisch für Sie erreichbar. Die Telefonnummern finden Sie hier

Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung, gehen Sie als Vorbilder voran und halten Sie sich an die von Bundes- und Staatsregierung vorgegebenen Regelungen. Schützen Sie Ihr Leben und das Ihrer Mitmenschen.

Ihr

Dr. Uwe Kirschstein

Oberbürgermeister