Forchheimer Kulturpreis 2019

Der Forchheimer Maler und Grafiker Harald Hubl hat den Kulturpreis von der Gesellschaft zur Förderung von Kultur in Zusammenarbeit mit der der Stadt Forchheim und der Sparkasse Forchheim erhalten. Die Preisvergabe nahm Astrid Haas, die Vorsitzende der Gesellschaft, in Anerkennung seines hervorragenden künstlerischen Wirkens in feierlichem Rahmen im Innenhof der Kaiserpfalz vor. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung waren alle Forchheimer*innen herzlich eingeladen, auch als Symbol dafür, dass dieser 9. Kulturpreis zum ersten Mal unter Mitwirkung der gesamten Bürgerschaft verliehen wurde.

„Ich freue mich, dass die Gesellschaft zur Förderung von Kultur in Forchheim, die Sparkasse Forchheim und die Stadt das letzte Jahr dazu genutzt haben, gemeinsam erste Schritte einzuleiten, um den Forchheimer Kulturpreis zu einem echten Publikumspreis weiterzuentwickeln“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein, „Die Aufgabe der kommenden Jahre wird aus meiner Sicht darin bestehen, den strategischen Zweck und das Profil des Preises weiter zu schärfen, das Beteiligungsinstrument des ergebnisoffenen Wettbewerbs zu stärken sowie den Preis auch zunehmend digital stattfinden zu lassen. Der Forchheimer Kulturpreis soll für möglichst viele Bürger*innen aktiv erlebbar werden, um letztlich für die Bürgerschaft als Ganzes relevant zu sein.“

Kirschstein dankte insbesondere der Sparkasse Forchheim, die den Forchheimer Kulturpreis großzügig mit insgesamt 3000 Euro unterstützte: „Ein solches Engagement für Kunst und Kultur ist heute in der deutschen Wirtschaft keine Selbstverständlichkeit mehr.“

Eine „unverkennbare künstlerische Handschrift“ bescheinigte Festredner Kurt Neubauer seinem Freund und Lehrmeister Harald Hubl und erkannte in dessen Arbeiten „gewisse Parallelen zum Werk von Cézanne und Gauguin“. Dem 70jährigen Hubl ist die Sonderausstellung „Nur durch Tun“ (20.09. - 27.10.2019, Di. – So., 10 bis 17 Uhr) gewidmet, die zurzeit im Pfalzmuseum Forchheim zu sehen ist. Tatsächlich hat der Forchheimer Maler und Grafiker Harald Hubl in den knapp 55 Jahren seines bisherigen Wirkens eine unglaubliche Zahl von Kunstwerken kreiert. Die Sonderschau zeigt einen Ausschnitt seines umfangreichen Œuvres.

1949 im niedersächsischen Munster geboren, absolvierte Hubl zunächst eine Lithografenlehre und begann 1967 sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er blieb Nürnberg und der Akademie bis zu seinem Ruhestand treu und wurde 1972 zunächst Assistent von Clemens Fischer, erhielt von 1976 bis 1978 einen Lehrauftrag für Abendaktzeichnen und leitete schließlich von 1978 bis 2014 die Studienwerkstätte für Radierung.

Informationen zur Harald Hubl-Sonderausstellung "Nur durch Tun" im Pfalzmuseum Forchheim

Forchheimer Kulturpreis

Die Stadt Forchheim und die Gesellschaft zur Förderung von Kultur in Forchheim vergeben in der Sparte bildende Kunst gemeinsam mit der Sparkasse Forchheim den Forchheimer Kulturpreis.

Auswahlkriterein: Wer kann Kulturpreisträger werden?

Vergeben wird der Kulturpreis an Einzelpersönlichkeiten, die entweder einen persönlichen Bezug zu Forchheim haben (z.B. Geburt, Lebensphase, Schaffensphase) oder aber auch vor Ort durch ihr künstlerisches Wirken oder auch die Installation eines Werkes vor Ort das kulturelle Leben in Forchheim bereichern.

Für die Bewerbung zählen konkrete Arbeitsergebnisse (Kunstwerke etc.), hierunter fällt auch eine „Schaffensperiode.

Wie erfolgt die Auswahl des Preisträgers?

Die Preisträgerin/der Preisträger wird in einem 2-stufigen Verfahren ausgewählt:

  1. Die Gesellschaft zur Förderung von Kultur in Forchheim erstellt aus allen Bewerbungen eine Liste mit zwei bis max. fünf Kandidaten auf der Grundlage der Satzung und den Vergaberichtlinien der Gesellschaft. Die Jury besteht aus dem Vorstand der Gesellschaft und ggf. einem Fachberater der jeweiligen Kunstausrichtung (z.B. einem früheren Preisträger)

  2. Die Mitglieder des Haupt-, Personal- und Kulturausschusses der Stadt Forchheim wählen aus dieser Liste den Preisträger/die Preisträgerin aus.

Die Auszeichnung

 

Die Preisträgerin/der Preisträger erhält ein Preisgeld von 3.000 € sowie eine Bronzeplastik, den sogenannten "Triton", den der Künstler Harro Frey dem Wandbild in der Kaiserpfalz nachempfunden hat.
Die Preisvergabe erfolgt in einer öffentlichen Veranstaltung, zu der alle Forchheimer*innen herzlich eingeladen sind.