Abschlussbericht zum  Kulturentwicklungsplan

Der Prozess der Kulturentwicklungsplanung in Forchheim mit allen Vor-und Nachbereitungsmaßnahmen erstreckte sich über ungefähr eineinhalb Jahre (Januar 2018 bis Juli 2019). In seiner Sitzung vom 11. Juli 2019 hat der Haupt-, Personal- und Kulturausschuss der Stadt Forchheim den Abschlussbericht des Kulturentwicklungsplanes angenommen und die Verwaltung mit der Umsetzung der darin vorgeschlagenen Maßnahmen beauftragt.

Ausgangslage war eine latente Unzufriedenheit mit der kulturellen Situation auf vielen Ebenen. In unterschiedlichen Prozessschritten wurde die Kultur unter die Lupe genommen. Es wurden Gespräche mit Kulturschaffenden aus allen aktiven Sparten geführt und deren Nöte und Wünsche kommuniziert. Die Stärken und Schwächen der Forchheimer Kulturlandschaft wurden anschließend in einer SWOT-Analyse herausgearbei-tet. In der aktiven Phase und unter Einbeziehung der Kulturschaffenden, aber auch von Personen aus der Verwaltung und der Politik, sowie durch Hinzuziehen eines externen Beraterteams wurden die Probleme dann in zwei partizipativen Workshops weiter vertieftund die darin gewonnenen Erkenntnisse schriftlich in Protokollen fixiert. Die unterschiedlichen Äußerungen und Sichtweisen der Teilnehmenden wurden dabei strukturiert und es wurden bereits Lösungswege angelegt.

Der nun vorliegende Abschlussbericht dokumentiert den gesamten Prozess in seinem Verlauf und mit den Zwischenergebnissen. Darüber hinaus nimmt er die Kultursituation insgesamt unter die Lupe, wirft einen Blick in die Vergangenheit, stellt die aktiven Kulturschaffenden und die derzeit schon bestehenden Möglichkeiten der Teilhabe in Forchheim vor, ergänzt thematische Bereiche, die bisher ausgeklammert waren (Kulturförderung, Masterplan Räume, Leitlinien) und gibt Handlungsempfehlungen für die Zukunft der Kultur in Forchheim.

Bei dem angestoßenen Prozess der Kulturentwicklungsplanung handelt es sich jedoch um eine „rollende Planung“, bei der Maßnahmen in zeitlicher Abfolge zwar vorgeschlagen werden, diese sich aber auch durch sich verändernde äußere Parameter den jeweiligen Rahmenbedingungen anpassen können.

Zusammengefasst ergeben sich die wichtigsten und grundlegenden Problem- und Handlungsfelder, aus denen sich alle weiteren künftigen Maßnahmen ableiten werden:

  • Schaffung von Strukturen nach innen und außen: Einrichtung eines gestaltenden Kulturreferats, das die im Kulturentwicklungsplan empfohlenen Maßnahmen zügig umsetzt und Initiierung von Organisations-und Vernetzungsformaten für die Kulturschaffenden.
  • Zügige Erstellung eines Nutzungs-und Betreiberkonzeptes für das Rathaus und das Kolpinghaus und deren Umsetzung.
  • Schaffen von räumlichen Interimslösungen zur Lösung der dringendsten Probleme.
  • Entwicklung von Informations-und Werbestrategien für die aktive und passive Teilhabe an kulturellen Angeboten.
  • Klärung der finanziellen Situation für die Kultur im Hinblick auf Kulturförderung und finanzieller Ausstattung der kulturellen Einrichtungen