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Infektionsschutzkonzept für die Friedhöfe der Stadt Forchheim während der Corona-Pandemie

vom 18.06.2020 - 4. Änderung vom 26.01.2021

Auf Grundlage der aktualisierten Informationen zur Durchführung von Bestattungen während der Corona-Pandemie nach der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15.12.2020 gibt die Große Kreisstadt Forchheim folgendes Infektionsschutzkonzept bekannt.

1. Vorbemerkungen

Grundlage des aktualisierten Infektionsschutzkonzepts (4. Änderung) für die Friedhöfe (Birkenfelderstraße, Buckenhofen, Burk, Heimgartenstraße, Kersbach und Reuth) der Großen Kreisstadt Forchheim sind die aktualisierten Informationen zur Durchführung von Bestattungen während der Corona-Pandemie nach der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BaylfSMV) vom 15.Dezember 2020 (BayMBl. Nr. 737, BayRS 2126-1-15-G), die zuletzt durch Verordnung vom 20. Januar 2021 (BayMBI. Nr. 54) geändert worden ist.

Der Friedhofsträger ist im Rahmen seiner Verantwortung für die ordnungsgemäße Benutzung der Bestattungseinrichtungen für die Erstellung, Durchführung und Überwachung des Infektionsschutzkonzeptes zuständig. Als Inhaber des Gewahrsams kann er geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Einhaltung des Infektionsschutzes unter Beachtung der räumlichen und personellen Gegebenheiten vor Ort zu gewährleisten.

Für die Durchführung von Beerdigungen sind weiterhin die Regeln für Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften nach § 6 Satz 1 der 11. BayIfSMV entsprechend anwendbar. Damit gelten für Trauerfeiern, Totengebete, Aussegnungen, Abschiednahmen sowie die Beisetzung an der Grabstätte folgende Vorgaben:

2. Information der Betroffenen

Das Infektionsschutzkonzept für die Friedhöfe der Großen Kreisstadt Forchheim wird über die Homepage der Stadt Forchheim und über Aushänge an den Friedhöfen bekannt gemacht.
Den ortsansässigen Bestatter*innen und den ortsansässigen Pfarrämtern geht es zu; ortsfremde Bestatter*innen werden bei der Anmeldung einer Bestattung von der Friedhofsverwaltung informiert.
Bei den Bestattungen während der Corona-Pandemie verpflichten sich die Durchführenden zur Einhaltung dieses Infektionsschutzkonzeptes.

3. Maßnahmen zur Durchführung der Bestattungen

3.1 Öffentlichkeit

Gemäß Rundschreiben 174/2020 des Bayerischen Städtetags vom 05.06.2020
Nr. 345/13 St/Wa ist die Bekanntmachung des Bestattungstermins in der Presse und in sonstiger Weise nicht mehr untersagt.

3.2 Ort

Trauerfeiern können in den Friedhofshallen (Birkenfelderstraße, Heimgartenstraße) sowie an den Grabstätten direkt stattfinden.

3.3 Teilnehmer*innenzahl

Die Teilnehmer*innenzahl beschränkt sich auf den „engsten Familien- und Freundeskreis“. Hierunter verstehen sich Ehegatten, Lebenspartner*innen, Partner*innen einer nichtehelichen Lebengemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder sowie die jeweiligen Angehörigen ihres Hausstands. Insgesamt sollte der engste Familien- und Freundeskreis im Regelfall nicht mehr als 25 Trauergäste umfassen. Darüber hinaus ist nur Personal der Gemeinde, das Personal des Bestattungsunternehmens, ein*e Organist*in und der*die Geistliche / freie Redner*in in der Friedhofshalle zugelassen.

3.3.1 Teilnehmer*innezahl in den Friedhofshallen Birkenfelder- und Heimgartenstraße

In den Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmer*innenzahl nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 2 m zu anderen Plätzen gewahrt wird; zwischen den Personen, die nicht demselben Hausstand angehören, ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 2 m einzuhalten. Es besteht Maskenpflicht. Gemeindegesang ist untersagt.

3.3.2 Teilnehmer*innenzahl in den Friedhofshallen Buckenhofen, Burk, Kersbach, Reuth sowie Kolumbarium

Die Trauerhallen in den Außenbezirken sind aufgrund des nicht einzuhaltenden Mindestabstandes nicht bestuhlt. Die Trauerhallen der o.g. Außenbezirksfriedhöfe bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
Beisetzungen, die im Kolumbarium erfolgen, weden auf eine Höchstteilnehmer*innenzahl von 10 Personen (Familienangehörige 1. und 2. Grades) in der Halle begrenzt, wobei auch hier ein Mindestabstand von 2 m einzuhalten ist, sofern sie nicht dem selben Hausstand angehören.
Die übrigen Teilnehmer*innen der Beisetzungsfeier halten sich währenddessen außerhalb des Gebäudes auf und erhalten erst dann Zutritt, wenn die engsten Angehörigen die Halle verlassen haben.

3.4 Hygienemaßnahmen

3.4.1 Desinfektion

Am Eingang der Friedhofshallen Birkenfelder- und Heimgartenstraße ist ein kontaktloser Handdesinfektionsmittelspender aufgestellt. Vor Eintritt in die Halle sind die Hände an den bereitgehaltenen Desinfektionsspendern zu desinfizieren.

3.4.2 Geöffnete Türen

Die Türen der Friedhofshallen bleiben während der gesamten Trauerfeier geöffnet, um ein Anfassen der Türen durch die Trauernden zu vermeiden.

3.4.3 Mund-Nasen-Bedeckung

Auf dem Weg von der Trauerhalle zum Grab, am Grab und für die Dauer der gesamten Beisetzung ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In den Trauerhallen gilt die FFP2-Maskenpflicht. Die Trauergäste haben, soweit sie nicht dem selben Hausstand angehören, einen Mindestabstand von 1,5 m zu wahren.

3.4.4 Erdwurf und Weihwassergaben

Erdwurf und Weihwassergaben am offenen Grab sowie am aufgebahrten Sarg sind nur von einer Person  durchzuführen; bei einer Nutzung der berührten Gegenstände durch eine weitere Person ist eine Desinfektion (Wischdesinfektion) durchzuführen.

3.4.5 Kondolenzlisten

Die Kondolenzlisten sind mit eigens mitgebrachten, oder mit den zur Verfügung gestellten Schreibgeräten zu signieren.

 

All diese Maßnahmen sind leider notwendig und wichtig und dienen dem Schutz der Gesundheit von Menschen. Ihre Einhaltung ist für die Aufrechterhaltung des Friedhofsbetriebs unumgänglich. Es wird um Rücksichtnahme und Verständnis gebeten.


Forchheim, 28.01.2021
Friedhofsverwaltung