Rovereto, Italien

Rovereto mit etwa 33.000 Einwohnern im norditalienischen Trentin unweit des Gardasees gelegen, hat sich bis heute mit seinem historischen Stadtkern als Hinweis auf eine bedeutsame Vergangenheit noch weitgehend bewahrt. So sind Anlage und Baustil der pittoresken Innenstadt deutlich geprägt von der venezianischen Herrschaft während des 15. Jahrhunderts.

Die moderne Seite von Rovereto präsentiert sich dem Besucher durch ein ausgeprägtes Kulturleben, Handel und Gewerbe sowie eine namhafte Industrie. Hoch über der Stadt erinnert das tägliche Läuten der größten Glocke der Welt "Maria Dolens" an die Gefallenen aller Kriege und Nationen der Erde.

Die Partnerschaft erfreut sich seit ihrer Begründung im Jahr 1989 eines regen Austausches, insbesondere auf sportlicher und kultureller Ebene, aber auch durch einen jährlichen Schüleraustausch der Gymnasien.

30 Jahre Partnerschaft mit Rovereto

30 Jahre Partnerschaft mit Rovereto, das musste gefeiert werden! Und so machte sich eine 44-köpfige Reisegruppe aus dem fränkischen Forchheim unter der Leitung des Partnerschaftsbeauftragten Reinhold Otzelberger auf in die italienische Partnerstadt im Trentino. Im Rathaus von Rovereto begingen Roveretos Bürgermeister Francesco Valduga und Forchheims Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein mit allen Gästen in einer offiziellen Feier das 30-jährige Partnerschaftsjubiläum.

Bereits am ersten Abend stand ein Besuch der Friedensglocke auf dem Programm. Diese fünftgrößte schwingend läutende Glocke der Welt wurde nach dem ersten Weltkrieg aus eingeschmolzenen Kanonen der ehemals sich bekämpfenden Nationen gegossen und erinnert nun, gut 100 Jahre nach Kriegsende, durch wuchtige Klänge über dem Etschtal jeden Abend an die Bedeutung des Friedens.

Der nächste Tag begann mit der offiziellen Feier zum 30-jährigen Partnerschaftsjubiläum im Rathaus von Rovereto. Bürgermeister Valduga und Oberbürgermeister Dr. Kirschstein blickten zurück auf die vielfältigen Kontakte der Bürger von Rovereto und Forchheim in den letzten drei Jahrzehnten. Für das Projekt eines gemeinsamen Europas stünden die intensiven Kontakte zwischen den Gymnasien, den Feuerwehren und den Sportler*innen beispielhaft. So werde von der Basis her der europäische Gedanke mit Leben erfüllt.

Renzo Michelini, der ehemalige Roveretaner Bürgermeister und Mitbegründer der Partnerschaft im Jahr 1989, zeigte sich mit seinem ehemaligen Vizebürgermeister Giuseppe Basile zufrieden über das Erreichte, forderte aber auch dazu auf, die Kontakte weiter zu pflegen und zu sichern.

Die beiden Roveretaner Ehrenbürger, Bürgermeister Franz Streit und Stadtrat Reinhold Otzelberger, der als Lehrer den Schüleraustausch der Gymnasien seit 29 Jahren betreut, betonten, dass die Stadt Forchheim die Partnerschaft weiter mit Leben erfüllen und unterstützen wird. Die Forchheimer Feuerwehr mit ihrem Vorsitzenden Joshua Flierl und dem Kommandanten Jürgen Mittermeier als Teil der Forchheimer Delegation verdeutlichten eindrucksvoll die tiefe Freundschaft mit ihren italienischen Feuerwehrkameraden.

Tief berührt war die Forchheimer Reisegruppe von einem klassischen Konzertabend im Teatro Zandonai, dem Opernhaus von Rovereto. Die italienische Partnerstadt mit ihren 40.000 Einwohnern kann hier kulturell aus dem Vollen schöpfen.

Ausflüge an den nahen Gardasee und nach Verona sowie der Besuch eines einheimischen Weinguts rundeten das Jubiläumsprogramm ab. Zum 1. Forchheimer Stadtfest werden nun zwei italienische Chöre erwartet, der Schüleraustausch der Gymnasien findet im Mai und Juni statt, und zum Forchheimer Annafest wird der offizielle Gegenbesuch einer großen Roveretaner Delegation für eine Feier in Forchheim erwartet.

20 Jahre Partnerschaft mit Rovereto

Im Oktober 2009 folgte eine Delegation der Stadt Forchheim der Gegeneinladung nach Rovereto anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Partnerschaft.

Der damalige Oberbürgermeister Franz Stumpf würdigte beim offiziellen Empfang im Rathaus die langjährigen Verbindungen der Vereine und den intensiven Schüleraustausch der beiden Gymnasien. Die italienischen Gastgeber beeindruckten mit einem Rundgang durch das Depero Museum, sowie die komplett neu erbauten Hallen für Tennis und Bogenschießen mit integriertem Bettenhaus.

Bei einem Workshop wurden durch den Oberbürgermeister, Bürgermeister Franz Streit, Komiteevorsitzenden Reinhold Otzelberger und der damaligen Leiterin der Forchheimere Tourist-Information Irene Mattle gemeinsam mit dem italienischen Bürgermeister Guglielmo Valduga neue Begegnungen für die Zukunft der Partnerschaft geplant.

Kontakt

Vorsitzender des Partnerschaftskomitees:

Reinhold Otzelberger
reinhold@otzelberger.de