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Le Perreux-sur-Marne, Frankreich

Im Bemühen um Aussöhnung und Verständigung mit dem benachbarten Frankreich, ging Forchheim im Jahre 1974 mit dem Pariser Vorort Le Perreux-sur-Marne seine erste offizielle Städtepartnerschaft ein.

Die beiden Städte, an Einwohnern und Fläche in etwa gleich groß, verbindet seither eine ausgesprochen harmonische sowie erfolgreiche Freundschaft. Vielfältige, gegenseitige Kontakte zwischen Vereinen und Einzelpersonen sowie der Schüleraustausch des Ehrenbürg-Gymnasiums zeichnen bis heute die Partnerschaft aus, wobei der räumliche nahtlose Übergang von Le Perreux zur Weltstadt Paris für alle Besucher eine reizvolle Attraktion darstellt.

Partnerschaftsfahrt 2022

Sehr herzlich und mit großer Freude wurde eine Delegation der Stadt Forchheim in der französischen Partnerstadt Le Perreux empfangen: Vertreter*innen des Partnerschaftskomitees Le Perreux, des Forchheimer Stadtrats und der Stadtverwaltung besuchte unter der Leitung des Partnerschaftsbeauftragten Dr. Ulrich Schürr die französische Partnerstadt an der Marne.

In verschiedenen Programmpunkten wurden die deutsch-französischen Freundschaftsbeziehungen weiterentwickelt und gepflegt. Ein offizieller Gedankenaustausch fand zunächst in einer gemeinsamen Begegnung im Festsaal des Rathauses von Le Perreux statt. Der Partnerschaftsbeauftragte des Forchheimer Stadtrats, Dr. Ulrich Schürr, überbrachte die Grüße des Partnerschaftskomitees, des Stadtrats und der Forchheimer Bevölkerung. „Die Partnerschaft lebt von persönlichen Begegnungen und dem unmittelbaren gemeinsamen Austausch“, so Dr. Schürr.

Bürgermeisterin Christel Royer aus Le Perreux betonte ihrerseits die Wichtigkeit der deutsch-französischen Beziehungen und der Städtepartnerschaft, die dort gerade vor dem Hintergrund der alleinigen Städtepartnerschaft mit Forchheim einen hohen Stellenwert einnimmt. Auch von französischer Seite begrüßten eine ganze Reihe von Stadträt*innen und Mitgliedern des dortigen Komitees die Gäste aus Forchheim.

Gemeinsam fanden sich die beiden Delegationen im weiteren Verlauf an der „Place de Forchheim“ ein, einem kleinen, zentral gelegenen Platz, der wie auch der Le Perreux-Park in Forchheim die partnerschaftlichen Beziehung nach außen sichtbar macht. Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein legte mit Bürgermeisterin Christel Royer ein Blumengesteck als Symbol der wechselseitigen Freundschaft nieder. In kurzen gemeinsamen Ansprachen und begleitendem Abspielen der Hymnen bekräftigten die Stadtvertreter*innen den Wert der Partnerschaften gerade in gesamteuropäisch schwierigen Zeiten. „Die Städtepartnerschaft steht für ein Symbol des Friedens und des gegenseitigen Verständnisses“, so Dr. Kirschstein.

Neben Stadtführungen und einem Besuch eines ehrenamtlichen innerstädtischen Weinbergprojekts fand im Rahmen des Besuchs ein weiterer offizieller Festabend statt. Partnerschaftsvorsitzender Dr. Schürr überreichte einige ausgewählte Gastgeschenke aus Forchheim und überbrachte im Namen aller einen herzlichen Dank für das Engagement der zahlreichen Unterstützer*innen auf deutscher und französischer Seite. „Der Beitrag Vieler hat in der Vergangenheit und bis heute die Städtepartnerschaft mit Leben erfüllt, die Schüleraustausche, die Begegnungen auf Ebene von Musik und Sport und persönlich gepflegte Freundschaften“, betonte Dr. Schürr. „Ihnen allen gebührt unser Dank!“

Für ihren Einsatz wurden sowohl Partnerschaftsvorsitzender Dr. Ulrich Schürr als auch Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein im Rahmen des Festakts mit der goldenen Partnerschaftsmedaille der Stadt Le Perreux ausgezeichnet. Beide betonten, dass „dies Ehre und vor allem Ansporn für die Zukunft“ sei.

Mit einem Besuch verschiedener Sehenswürdigkeiten in Paris und einer nochmaligen herzlichen Verabschiedung im Rathaus klang die rundum gelungene Fahrt aus. Eine herzliche Einladung sprach die Forchheimer Delegation bereits zu einem Gegenbesuch im Rahmen des 50-jährigen Partnerschaftsjubiläums im Jahr 2024 aus.

Sportfest Forchheim- Le Perreux 2019

Unvergessliche Tage haben 48 französische Sportler*innen aus der Partnerstadt Le Perreux in Forchheim gemeinsam mit ihren deutschen Vereinskolleg*innen aus den Vereinen Judo, Schützengesellschaft Buckenhofen, Radsport und jugendliche Schwimmer*innen des Schwimmsportvereins von 30.05. - 02.06.2019 verbracht.
In seinem Grußwort bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein den Sport als eine wichtige Säule, auf der die Idee der Städtepartnerschaften ruhe: „Sport verbindet die Menschen, lässt sie ihre Kräfte in einem friedlichen Wettkampf miteinander messen und lehrt gleichzeitig, dass man vieles nur gemeinsam und mit echtem Teamspirit erreichen kann. Gleichzeitig vermittelt der Sport, dass häufig schon der Weg das Ziel sein kann und Erfolgserlebnisse das Ergebnis von Durchhaltevermögen und konsequentem Üben sind. Dranbleiben ist also das Motto im Sport und gilt letztlich auch für die meisten Freundschaften. Deswegen kann man dem regelmäßig stattfindenden Sportaustausch zwischen Le Perreux und Forchheim gar nicht genug Bedeutung beimessen“, sagte er bei der Begrüßung.
Nach einem Frühstücksempfang konnten die Gäste bei einer Stadtführung Forchheim kennenlernen. Den Donnerstagnachmittag haben die Besucher aus Le Perreux in den Vereinen verbracht.
Am Freitag hatten die französischen Sportler*innen die Gelegenheit die Fränkische Schweiz zu genießen: Ein Ausflug nach Pottenstein in die Teufelshöhle mit einer kleinen Wanderung zur Sommerrodelbahn begeisterte die jugendlichen Schwimmer*innen und Judoka.
Pünktlich zur Ankunft der rund zwölf französischen Radsportler*innen, die insgesamt 950 km von Le Perreux nach Forchheim geradelt sind, traf man sich am Paradeplatz und abends auf dem Stadtfest: „Stadt in Bewegung“, welch treffendes Motto auch im Bezug der sportlichen Gäste! Die Ausgelassenheit und Lockerheit der Franzosen und ihre Begeisterungsfähigkeit faszinierten die Gastgeber*innen!
Samstagmorgen um 10 Uhr fand der Freundschaftswettkampf mit Gaudistaffel entspannt und locker zwischen den Franzosen und den Deutschen im Königsbad statt. Gegenseitiges Messen war zweitrangig: vor allem die Freude am gemeinsamen Sport stand im Vordergrund, welches durch die vorhandene Stimmung deutlich wurde. Das anschließende Rutschen und Picknickessen im Freien lassen nicht nur Forchheim, sondern auch das Königsbad für die französischen Sportler*innen unvergesslich werden! Währenddessen besuchte die Radlergruppe Bamberg und Schloss Greifenstein in der Fränkischen Schweiz.
Abends fanden sich dann alle zum „Abschluss-Abend mit Disco “ in der Adalbert Stifter Schule ein. Nach Ehrungen und einem Büfett wurde die Disco eröffnet. Hier blieb zum Schluss fast keiner mehr sitzen und die Stimmung war einfach „Spitze!“.  Hipp Hopp  mit Einzeldarbietungen einiger Franzosen sorgte für einen Riesenspaß. Sicher stellte dieser Abend den Höhepunkt des Austausches dar, der noch lange in Erinnerung aller Teilnehmenden bleiben wird.
„So schön war es – aber viel zu kurz“, hieß es beim Abschiednehmen am Sonntagvormittag,  den 02.06.2019. Jetzt hatten sich alle so gut kennengelernt! Die Vorfreude auf den Gegenbesuch in zwei Jahren ist bereits geweckt. Oder gibt es bei dem ein oder anderen bereits ein früheres Wiedersehen? Das Annafest naht…. Wer weiß?
Freundschaften, die bereits vor Jahren entstanden sind, wurden wieder aufgefrischt. Vor allem bei den jungen Sportler*innen konnten neue Beziehungen gebildet werden.
Positiv bleibende Erinnerungen einer schönen, gemeinsam verbrachten Zeit tragen zu einem friedlichen Miteinander innerhalb eines vereinten Europas bei. In diesem Sinne ist die sportliche Begegnung ein wertvoller Aspekt einer gelebten Städtepartnerschaft und Völkerverständigung.

Weitere Fotos zum Sportfest 2019 Bildergalerie.

Sportaustausch mit Le Perreux 2011

Seit Jahren treffen sich die Sportler der Partnergemeinden Le Perreux und Forchheim gerne zum sportlichen Austausch. So war 2011 das Sportfest zwischen den Gästen aus der französischen Partnerstadt Le Perreux und den Forchheimer Vereinen SSV, Judoabteilung VfB, Schützenverein Buckenhofen und der Volleyballgruppe ein großer Erfolg: Bei strahlendem Wetter gab es viel Spaß bei den Wettkämpfen und dem „Spiel ohne Grenzen“. Die Mannschaften - bunt gemischt aus Franzosen und Deutschen - lernten sich so näher kennen.