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Deportationsmahnmal

Mahnmal

Das Deportationsmahnmal steht auf dem Gehweg bei der St. Gereonskapelle und wurde am 16. November 2008 durch Oberbürgermeister Franz Stumpf und Dr. Dieter George vom Heimatverein übergeben. Dabei wurde der Standort bewusst ausgewählt: Schräg gegenüber des ehemaligen Anwesens "Paradeplatz 4" (heute Fotogeschäft Brinke) wurden am 27. November 1941 sechs Frauen und zwei Männer in Richtung Osten abtransportiert, wo sie einen gewaltsamen Tod erlitten. Weitere sechs Personen folgten bis 1944.
Entworfen wurde das Mahnmal vom Künstler und Kunsterzieher Rudolf Ullmann. Auf der 1,80 Meter hohen, aus Sandstein gefertigten Stele ist eine Bronzetafel - mit der Aufschrift "entrechtet - deportiert - ermordet", die Namen der Deportierten sowie ein Zitat aus dem Alten Testament (Jesaja 42,8) - befestigt. Auf eine eindeutige jüdische Symbolik wurde verzichtet, nachdem eine der Deportierten evangelische Christin war. Den mentalen Denkanstoß gab Gymnasiallehrer Rolf Kießling, der sich schon seit langem mit der Forchheimer Geschichte der Juden auseinandersetzt. Durch Spenden der Evangelischen Allianz und weiterer Unterstützung durch das evangelisch-lutherische Dekanat Forchheim-Muggendorf mit seinen Kirchengemeinden und der Abteilung Kunst und Kultur der Erzdiözese Bamberg konnte das Mahnmal verwirklicht werden.