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1377 erwirbt Lambert von Brunn, Bischof in Bamberg (1374/75 – 1389), „Haus- und Hofreit in der Stadt Vorchheim uf dem Burgstall“. Er errichtet 1391 einen großen repräsentativen Neubau im Osten des Gebäudes.
"Apostel"
1. OG, Hauskapelle, Ostwand
, 14. Jh.
"Anbetung der Könige", 1. OG, Hauskapelle, Nordwand
, 14. Jh.
"König David", EG, Westwand, 14. Jh.

Gewölbe und Wappen mit dem Böhmischen Löwen
EG, Südwand, 14. Jh.
Ranken, 2. OG, Südsaal, Jakob Ziegler, 1559
"Triton" mit der Teufelsgeige, Fensterlaibung "Kranichmensch" auf einem Kamel
1.OG, Nebenraum der Kapelle, Ostwand, 14. Jh. 1. OG, Nebenraum der Kapelle, Ostwand, 14. Jh.


Diese zwei außergewöhnlichen Wandmalereinen gehören zu den ganz seltenen weltlichen Bildwerken, die aus dem 14. Jahrhundert überliefert sind. Sie sollen den Betrachter unterhalten, aber auch belehren:
Für den Literaturhistoriker interessant ist der sog. gekrönte Kranichmensch im Fensterbogen an der Ostwand im Raum neben der ehemaligen Kapelle im 1. Obergeschoss. Der auf einem Kamel reitende Mann mit Königskrone stammt aus den mittelalterlichen Dichtungen von "Herzog Ernst". Dieser begegnet auf seinen Reisen Männern und Frauen, "wan hals und houbet was gelîch / als den kranichen getân-" Die Kranichmenschen wurden im 14. Jh. auch in den Gesta Romanorum erwähnt: "In Eripia gibt es wohlgeformte Menschen, die aber den Kopf, Hals und Schnabel von Kranichen haben." Das seien Richter, welche wie der Kranich einen langen Hals haben sollen, "damit sie eher in ihrem Herzen Klüglich überlegen, als sie das Urteil auf der Zunge haben."
Denkbar ist laut Brunner, dass die Forchheimer Darstellung mit Kamel, orientalischem Krummschwert und Ohrring einzelne Wunder des Orients zeigen sollten - dafür könnte auch der dem Kranichmenschenkönig gegenüberstehende "Triton mit der Teufelsgeige" sprechen.. (Vgl. Brunner, Horst, Der König der Kranichschnäbler, in: Die Wandmalereien in der Kaiserpfalz Forchheim, Förderkreis Kaiserpfalz e.V., Forchheim 2007, S. 94-112) Das mit Flossen am Unterleib gekennzeichnete Zwitterwesen Mensch-Fisch stellt wohl den Meeresgott Triton dar, der auf einer Geige spielt: Meeresgötter und Meerjungfrauen gelten von alters her als verführende Gestalten, die Menschen in die Tiefe ihres Elementes locken. Die Geige ist durch den Teufelskopf dämonisiert, was die zusätzliche Verlockung zu weltlicher Lust durch die Musik veranschaulicht.
Architekturmalerei,
Wächterfigur, 2. OG, Südsaal, Jakob Ziegler,1559
2.OG, Nordsaal,
Jakob Ziegler, 1559

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Maßwerkmalerei
EG, Sog. Kaisersaal,
Ostwand, 14. Jh.