Das Katharinenspital ist ein Alten- und Pflegeheim im Zentrum der Forchheimer Altstadt. Es erstreckt sich vom historischen Kirchengebäude der sog. "Spitalkirche" in der Bamberger Straße 1 bis zum eigentlichen Heimgebäude in der Bamberger Straße 3-5. Zwischen beiden Gebäuden liegt ein freundlich gestalteter Innenhof mit Brunnen und Pergola, sowie überdachter Großpavillons zum Aufenthalt im Freien.
Auf der westlichen Seite wird das Anwesen vom Wasser des sog. "rechten Wiesentarms" umspült. Der Anbau der Spitalkirche steht sogar mit zwei Säulen im Wasser.
Das Katharinenspital ist sowohl ein Wohnsitz für Rüstige, als auch eine Einrichtung der Altenpflege mit insgesamt 61 Plätzen. Sechs weitere Rüstigenapartments kamen im Oktober 2005 hinzu.
Träger des Katharinenspitals sind die Vereinigten Pfründnerstiftungen Forchheim, die von der Stadt Forchheim mit verwaltet werden. Die Stiftung wurde in den Jahren 1303 bis 1327 durch den Pfarrer Leupold von Neunkirchen gegründet. Die Aufnahme in das "Katharinenspital" war würdigen und bedürftigen Forchheimer Bürgersfrauen katholischen Bekenntnisses vorbehalten. Die Zustiftung der Eheleute Karl und Maria Schwengler zum Bau eines Bürgerheims führte zu einer Erweiterung des Stiftungszweckes. Es wurden nun auch männliche Pfründner und Angehörige anderer Konfession aufgenommen. Die Beschränkung auf Forchheimer Bürgerinnen und Bürger verlor in dieser Zeit an Bedeutung.
Nach Aufhebung der Konrad und Magdalena Lang`schen Stiftung, Nikolaistiftung, Stiftung zur Förderung der Säuglingsfürsorge und des Kleinkinderschutzes, Albert und Luise Schaal`sschen Stiftung, Pfarrer Georg Will`schen Wohltätigkeitsstiftung, sowie der Vereinigten Fürsorgestiftung wurden mit Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 4. Oktober 1961 die Restvermögen der Vereinigten Pfründnerstiftungen Forchheim zugeführt.
Mit der Neufassung der Stiftungssatzung vom 25.02.2000 wurde der bisherige Stiftungszweck der "Altenhilfe" um den Bereich "Krankenhilfe" erweitert. Die Erweiterung erfolgte in Anlehnung an den historisch geprägten Stiftungswillen und im Hinblick auf die vorgeschriebene Verwendung des Stiftungsertrages für den satzungsgemäßen Stiftungszweck. Der erweiterte Stiftungszweck der Krankenhilfe wurde insbesondere verwirklicht durch die Übernahme des Krankenhauses Forchheim von der Stadt Forchheim.