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Unser Kellerwald und die Keller

Der Forchheimer Kellerwald, eine ausgedehnte Waldfläche mit teilweise bis zu 200 Jahre altem Baumbestand östlich von Forchheim, wird von einem weitverzweigten Kellersystem durchzogen, über dessen Entstehungszeit leider keine Urkunden vorliegen.
 
Man nimmt an, dass die tief in den Rhätsandstein reichenden Kellergänge in früheren Jahrhunderten als Lagerungsstätte für Wein, Bier und Lebensmittel gedient haben. Die konstante Temperatur von 6 bis 10 Grad Celsius erwies sich vor allen Dingen für die Lagerung von Bier als bestens zuträgliche Temperatur und so mancher Forchheimer Bierbrauer ließ das Bier aus seinem – oft räumlich beschränkten – Hauskeller auf die Keller schaffen, damit es dort die Vorgärung hinter sich bringe.
 
Durch moderne Brautechniken verloren die außerhalb der Stadt gelegenen Felsenkeller allmählich ihre Bedeutung als „Bierlager“, um so mehr gewannen sie aber Ansehen als Bierschankstätten. Tische und Bänke wurden und werden noch heute aufgeschlagen und damals wie heute halten an warmen Tagen viele Forchheimer unter den schattenspendenden Bäumen ihren gemütlichen Feierabend.
 
Dass mancher wackere Zecher auch schon bei Tage den Weg zum Bürgerwald nicht scheute, bezeugt ein „Journal von und für Franken“ aus dem Jahre 1792 das schrieb, dass „die Forchheimer zu viel und zu oft auf ihre Keller liefen und sich dadurch manchen Verdienst entgehen ließen“. Um 1794 schrieb ein anderer Kritiker: „Die Felsenkeller, welche eine halbe Stunde vor der Stadt in einer bezaubernden Gegend liegen, werden den ganzen Sommer Tag für Tag besucht, so dass dort ein ewiges Schmausen und Zechen ist“.
 
So waren sie und so sind sie heute noch, die Forchheimer, die ihren Kellerwald und ihre Keller lieben und schätzen: Als Ort der Erholung und der Einkehr, des Mitteinanderredens und Feierns.
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