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Trachtenmuseum

Wertvolles Wissen um die letzten Trachten

Frauen in Tracht – ein farbenfroher Anblick, der manche Region Bayerns prägt. Und in Franken? Sind die bunten Gewänder hier reif fürs Museum, sind sie gar ausgestorben? Beinahe: Noch heute sind im Forchheimer Umland Frauen in fränkischer Tracht zu sehen, wenngleich ihre Zahl immer weniger wird. So sind die Trachten des Forchheimer Umlandes und der Fränkischen Schweiz zur "Brustfleck"kostbaren Seltenheit geworden! Selbst einmal Tracht tragen - Museumspädagogoik für Kinder

Das Trachtenmuseum des Pfalzmuseums Forchheim bewahrt das Wissen um die letzten Trachten und stellt einmalige Kleidungsstücke aus. Dem Phänomen "Tracht" sind unterschiedliche Inszenierungen in einem eigenen Museum gewidmet!

Hier erfahren Sie alles über die Geschichte von Trachten, ihre unterschiedlichen Formen und Ausprägungen als Festtags-, Werktags- und Trauertrachten. Sie lernen die erstaunlichen Unterschiede an Stoffen und Accessoires kennen.

Die Frühzeit des Trachtenwesens in unserer Region ist noch weitgehend ungeklärt. Die ältesten erhaltenen Kleidungsstücke datieren aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und gehen vermutlich Ein Paar in Trachtauf barocke Vorbilder zurück. Charakteristisch waren die große Farbenfreude der Kleidungsstücke, die Krone der Mädchen, die „Hörnertücher“ der Frauen, die vielen Röcke übereinander, die weit ausgeschnittene Jacke („Schubben“) und die zarten Seidenschürzen.
Bis etwa 1900 wurde die Festtagstracht in allen evangelischen und katholischen Orten der Fränkischen Schweiz an hohen Feiertagen getragen. Einzelne Orte wie Effeltrich, Hausen und Hetzles pflegen noch heute die alte Festtagstracht zu besonderen Anlässen.

Die "erneuerte Tracht" löste die alte historische Festtagstracht um 1900 ab. Die Jacken, die sogenannten Kittel, fielen nun locker über die Taille, die Röcke wurden kürzer, die vielen verschiedenen Tücher verschwanden. Dieser Grundschnitt wurde bei den unterschiedlichern Anlässen beibehalten, nur die Stoffe variierten. So wählten die Frauen für die Sonntagnachmittagstracht weniger prächtige Stoffe als für die Tracht zum morgendlichen Kirchgang. Die Stoffe der Arbeitswoche, der „blauen Woar“, mussten sehr strapazierfähig sein, die Werktagstracht für den Kirchgang oder in die Stadt dagegen durfte etwas feiner und bunter sein.

Originale Ausstellungstücke erzählen Ihnen „Kleidergeschichten“ und dokumentieren Funktion und die verschiedenen Anlässe von Trachtenkleidung:Nähstube der Margarete Batz So trugen die Jungen Ende des 19. Jahrhunderts zur Kommunion Stirnkränze, die „Flimmerkränzla“. Wenn junge Mädchen am Kirchweihsonntag zum Tanz gingen, legten sie Kittel und Kopfbedeckung ab und kreuzten das „Kerwadüchla“ stattdessen über dem Hemd. Fein gearbeitete fränkische Brautkronen, die sogenannten „Hohen Kränze“, wurden vom letzten Kronenmacher Johann Amon aus Reuth "Hoher Kranz" - Brautkronehergestellt. Er fertigte  die „Hohen Kränze“ bis in die 1950er Jahre. Ein Tauftuch aus Wolle von 1894 rundet das Gesamtbild ab. Herstellung, Verkauf und die Verbreitung der Tracht fand über die Schneiderinnen statt. Die beispielhafte Lebensgeschichte und das Arbeitsmaterial der Margareta Galster dokumentieren, wie die Schneiderinnen neben ihren alltäglichen Pflichten in der Landwirtschaft ihre Arbeit bewältigten.


Frau Galster und zahlreiche andere Frauen entwickelten die Tracht auch unter dem Einfluss der aktuellen Mode weiter. Es gab lokale Unterschiede in Schnitt und Ausputz, in Muster und Farbigkeit.Selbst einmal Tracht tragen - Museumspädagogoik für Kinder

Sie  erleben in Mitmach- und Hörstationen nahen Bezug zu einer "vergangenen Mode", die immer wieder einmal Nachahmer in Nähkursen findet. Musik und Gedichte in Fränkischer Mundart geben Ihnen akustisch Einblick in das fränkische Leben vergangener Zeiten.

Erleben Sie Geschichte durch Kleidergeschichten im Trachtenmuseum des Pfalzmuseums Forchheim!

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