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Stadt Forchheim ist 286 Mio. Euro wert

„Forchheim ist eine der wenigen Gemeinden in Bayern, die bereits auf Doppik umgestellt haben“, erläutert Oberbürgermeister Stumpf die Vorreiterrolle: „Der Aufwand für die Erfassung und Bewertung des städtischen Vermögens war enorm. Wir haben dadurch die Voraussetzungen geschaffen für die Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung nach kaufmännischen Grundsätzen.“

 

Ausführliche Pressemitteilung: 

Analog zur doppelten Buchführung mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wird bei der Doppik ein sogenanntes 3-Komponenten-Modell verwendet: Die Vermögensrechnung entspricht der kaufmännischen Bilanz, die Ergebnisrechnung ähnelt der Gewinn- und Verlustrechnung und die Finanzrechnung bildet den Cash-Flow ab. Hier werden nicht nur Zahlungen für den laufenden Betrieb, sondern auch die Investitionen aufgezeigt und die Finanzierungsquellen. Sonja Kohlmann-Huberth, Diplomverwaltungswirtin der städtischen Finanzverwaltung, sagt: „Der Vermögensausweis der Stadt Forchheim betrug nach kameralistischen Regeln 140 Mio. Euro, die doppische Bilanzsumme liegt bei 286 Mio. Euro, das Vermögen der Stadt hat sich also buchhalterisch verdoppelt! Die Eröffnungsbilanzsumme des Landkreises Forchheim beträgt 2009 übrigens „nur“ 135 Mio. Euro.“

Überraschungen bei der erneuten Vermögensbewertung gab es insbesondere beim städtischen Grund- und Boden: Das Infrastrukturvermögen (Hecken, Straßen, Randstreifen) in Höhe von 198 ha wurde mit 17,5 Mio. Euro bewertet, das Straßennetz ist 36 Mio. Euro wert. Die Kaiserpfalz und der städtische Wald bringen jeweils 9 Mio. Euro an Vermögen ein.

Die Doppik ermöglicht die Berücksichtigung von Abschreibungen. Das bedeutet, dass Investitionen, die heute getätigt werden, durch die Abschreibungen refinanziert werden müssen. Die periodengerechte Zuordnung von Erträgen und Aufwendungen gibt Aufschluss über die tatsächliche wirtschaftliche Lage der Stadt. Das neue Rechnungswesen stellt wesentlich verbesserte Informationen über den vollständigen Ressourcenverbrauch zur Verfügung und ermöglicht somit eine verbesserte Steuerung. Belastungen werden sichtbar bevor sie in der Kasse zahlungswirksam werden.

Die Einführung der Doppik in der öffentlichen Buchführung ermöglicht eine größere Generationengerechtigkeit, daher beschloss der Forchheimer Stadtrat am 4.12.2007 die Umstellung.

Um die Gemeinden, die mit einem doppischen Haushalt arbeiten nicht schlechter zu stellen als die Gemeinden mit kameralistischen Haushalt, muss lediglich der kamerale Ausgleich angestrebt werden.