1989 erwirbt die Stadt Forchheim die "Kaiserpfalz". Mittlerweile ist das Gebäude“ wegen der einzigartigen Bausubstanz und der kostbaren Wandmalereien vom Bayerischen Kultusministerium zu einem „Denkmal von nationaler Bedeutung“ eingestuft worden.
Das Projekt „Kaiserpfalz – Kulturpfalz“ nimmt 1998 Gestalt an: Umfangreiche Sanierungsarbeiten - durchgeführt vom Bamberger Architekturbüro Bauernschmitt (heute: Büro Bauernschmitt, Gleisner Mahnel, Bamberg) – führen im Vorfeld zu heftigen
Diskussionen in der Öffentlichkeit: Soll das
vertraute Bild des „Alten“ inmitten der Stadt nun gestört werden?
Als angemessene Form entsteht eine „moderne Zutat“, die sich als solche durchaus zu erkennen gibt:
Eine Lösung aus Glas, Metall und Sichtbeton schafft Transparenz für den Blick in das Gebäude, aber auch für den Blick am historischen Gebäude entlang.Grob bearbeiteter, durchgefärbter Sichtbeton stellt die farbliche Verbindung zum gealterten Sandstein her. Die
neue Haupttreppe mit Lift an der Nordseite sichert heute den Zugang zur Kemenate und allen musealen Bereichen im Sinne des Personenschutzes und für eingeschränkt mobile Personen. Der Technikanbau, ebenfalls im Norden der Anlage errichtet, sichert die Versorgung der Gebäude mit Energie. Die kulturhistorisch bedeutenden Raumeinheiten der "Stadtburg" bleiben unangetastet.


Seit 2004 steht die „Kaiserpfalz“ wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung.Das Pfalzmuseum im Ostflügel ist heute Oberbegriff für
drei Spezialmuseen unter einem Dach
.
2011 feiert das Pfalzmuseum sein 100jähriges Bestehen.