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Neubaustandard für 78 Wohnungen in der Gerhart-Hauptmann-Straße

Die WVG, Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim eG, modernisiert ihre Wohnbestände in der Gerhart-Hauptmann-Straße mit einem Investitionsvolumen von 7,2 Mio. Euro. Damit setzt sich die Genossenschaft einmal mehr für eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung ein. Ein Bild zeigt die Gebäude im Jahr 1953.

 

Ausführliche Pressemitteilung: 

Oberbürgermeister Franz Stumpf, Vorstandsmitglied der WVG, betont: „Diese Investition leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von bezahlbarem Mietwohnraum. 2003 ist der Stadtteil Forchheim-Nord als Fördergebiet in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Bis zum Jahr 2009 haben Bund und Freistaat 3,6 Mio. Euro Finanzhilfen für die Maßnahmen in Forchheim-Nord zur Verfügung gestellt. Diese Starthilfe hat weitere Wohnungsbaumaßnamen von privaten Investoren mit einem Volumen von 25 Mio. Euro nach sich gezogen. Es freut mich, dass dieses 7,2 Mio. Euro Leuchtturmprojekt ebenfalls ohne Mittel aus der Städtebauförderung auskommt. Hier bewahrheitet sich, dass ein Euro an staatlicher Förderung jeweils neun Euro an privaten Investitionen auslöst. Die WVG redet nicht nur über eine notwendige Verbesserung, sondern handelt.“

Größtes Investitionsprojekt seit 40 Jahren

Bei den geplanten Modernisierungsmaßnahmen werden die 96 kleinen, bestehenden Wohnungen in 78 größere Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern umgebaut. Der neue Wohnungszuschnitt ist dem geänderten Bedarf geschuldet. Ein altersgerechter Umbau mit ebenerdigem Zugang spricht die Mieter an, die an einem langfristigen Mietverhältnis interessiert sind. „Viele können sich vorstellen, in den Wohnungen alt zu werden“, erläutert der Vorstand Wolfgang Bonengel. Die Wohnungen werden mit Balkonen, Vollwärmeschutz und modernen Badezimmern ausgestattet. Ein Blockheizkraftwerk versorgt die Häuser mit Wärme aus der Zentralheizung. Auch das Dach wird neu gebaut. Wolfgang Bonengel unterstreicht: „Dies ist unser größtes Investitionsprojekt seit 40 Jahren. Unser Vorhaben basiert auf einer Förderquote von über 90 Prozent und wir konnten dafür Kredite von der KfW-Förderbank in Anspruch nehmen. 

Frühzeitiger Dialog mit Mietern selbstverständlich

Von den 96 Wohnungen sind im Moment nur noch 20 bewohnt. „Wir haben frühzeitig mit allen Mietern über die Sanierung gesprochen und ihnen frei-werdende Wohnungen aus unserem Bestand angeboten. Die Mieter aus den derzeit noch bewohnten Wohnungen können durch die schrittweise Sanierung direkt in den renovierten Häuserblock Nummer 16 umziehen,“ betont WVG-Vorstand Werner Appel. Gregor Scheller, Aufsichtsratsvorsitzender der WVG, ergänzt: „Das Sanierungsprojekt und die gesamte Vorgehensweise zeigen einmal mehr, dass für die WVG die genossenschaftliche Philosophie nicht nur ein leeres Lippenbekenntnis ist, sondern sie diese tatsächlich lebt.“

Für sozial verantwortbare Wohnungsversorgung

Die WVG wurde bereits 1927 als gemeinnütziges Wohnungsunternehmen gegründet und setzt sich seitdem für die Förderung einer sicheren und sozial verantwortbaren Wohnungsversorgung ein. Insbesondere in der Nachkriegszeit entstand mit staatlicher Förderung der heutige Immobilienbesitz im Norden von Forchheim, zu dem neben den Wohnungen in der Gerhart-Hauptmann-Straße mittlerweile rund 500 weitere Wohnungen gehören. Jeder Mieter ist automatisch Mitglied und damit Miteigentümer der Genossenschaft und kann direkt Einfluss nehmen auf die Ausrichtung der WVG. Insgesamt verfügt die WVG derzeit über 850 Mitglieder.

Gregor Scheller: "Als Genossenschaft verfolgt die WVG keine Gewinnmaximierung. Vielmehr hat sie einen Förderauftrag für ihre Mitglieder und bietet Wohnungen mit angemessenen, bezahlbaren Mieten an." Der Mietpreis für die komplett renovierten Wohnungen in der Gerhart-Hauptmann-Str. wird bei 6,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete liegen. Bestandsmieter zahlen für eine Übergangszeit von drei Jahren 5,50 Euro pro Quadratmeter.

Der Zeitplan der Umbaumaßnahmen ist sportlich: Bereits am 1.1.2015 soll der letzte Block, Nummer 2, bezugsfertig sein. Die Entrümpelung und die Baustelleneinrichtung sind bereits abgeschlossen. Am 3. März 2014 erfolgte der Abbruch des alten Daches von Haus Nr. 16. Werner Appel: „Als Generalunternehmen haben wir die ARGE Mauss-Niersberger aus Erlangen mit der Modernisierung beauftragt. Diese Arbeitsgemeinschaft beauftragt überwiegend Handwerker vor Ort mit den verschiedenen Gewerken. Die Stärkung des regionalen Handwerks war mit ausschlaggebend für unsere Wahl.“