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Leitfaden zum Erhalt historischer Keller

Am 27. Mai fand auf dem Schützenkeller in Forchheim das Abschlusskolloquium des Forschungsprojektes „Felsenkeller in Franken – Beispiele denkmalgerechter Instandsetzung“ statt. Drei Keller –  Weiss-Tauben-, Rappen- und Bauernkeller – wurden wegen ihrer unterschiedlichen Form und ihres Schwierigkeitsgrades ausgewählt und werden beispielhaft renoviert.

 

 

Ausführliche Pressemitteilung: 

In Forchheim identifiziert sich die Mehrheit der Bürger mit keinem anderen Denkmal so stark wie mit dem eindrucksvollen Komplex der Felsenkeller im Bürgerwald. Oberbürgermeister Stumpf sprach in seiner Begrüßung der Teilnehmer vom „heiligen Berg der Forchheimer“, wenn es um den Kellerwald gehe. Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, wissenschaftlich fundierte Wege zur Erhaltung der Kelleranlagen zu entwickeln. Dadurch sollen die historischen Informationsgehalte bewahrt und ihr Bestand auf Jahrzehnte gesichert werden. Die Maßnahmen zur Instandsetzung orientieren sich an den denkmalpflegerischen, nicht allein an ingenieurtechnischen Argumentationslinien. Ein Sperren und Verfüllen der Keller soll vermieden werden. Die Stadt Forchheim möchte auch weiterhin Kellerführungen anbieten.

„Im Rappenkeller, einem einzigen Kellergang mit rund 80 m Länge, wurden 17 Schrägstützenpaare und zwei Vertikalstützen aufgestellt. Der in seiner Form komplexere Bauernkeller benötigte 12 Schrägstützenpaare und acht Schwerlaststützen aus Aluminium, deren Tragkraft mehr als doppelt so hoch ist wie die der Stahlstützen. Für den Weiss-Tauben-Keller, der zu den Oberen Kellern zählt, konnte das Instandsetzungskonzept dadurch reduziert werden, dass der nördliche und der südliche Gang aus der Führungslinie herausgenommen wurden. Das führte zu einer erheblichen Kostenersparnis“, erklärte Professor Rolf Snethlage, der Leiter des Projektes.

Die Untersuchung und Restaurierung der Keller wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Oberfrankenstiftung und der Bayerischen Landesstiftung gefördert. An den kalkulieren Gesamtkosten in Höhe von 316.000 Euro beteiligt sich die Stadt Forchheim mit ca. 90.000 Euro.