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Metropolregion

Leben findet innen stadt

Kampagne Fairtrade Town

Leben findet Innenstadt

LFI-LogoProgramm Aktive Zentren

Stadt Forchheim     
30.452 Einwohner (2010)
Mittelzentrum   

Modellvorhaben Leben findet Innenstadt 2006-2008
Programm Aktive Zentren seit 2008
Programmgebiet Stadtkern
11 ha (SAN V, SAN VII, SAN VIII, SAN IX), 442 Einwohner (Bereich Altes Krankenhaus noch nicht bezogen)


Profil des Programmgebietes

Das Projektgebiet ist Teil des Forchheimer Stadtkerns und grenzt unmittelbar an die bestehende 1A-Lage, die Forchheimer Hauptstraße an. Das mittelalterliche Ensemble mit hoher städtebaulicher Dichte, der großzügig gestaltete Paradeplatz sowie die Wiesent, die parallel zur Hornschuchallee fließt, bieten viele Potentiale für gelebte Urbanität.

Das klassische Mischgebiet ist durch eine kleinteilige Immobilienstruktur geprägt, die allerdings zum Teil erhebliche Investitionsrückstände aufweist. Das Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot ist durch einen hohen Anteil an inhabergeführten Betrieben geprägt, woraus sich eine in großen Teilen vitale Nutzungsmischung ergibt, die allerdings durch leer stehende Ladenlokale gefährdet wird.

Der Bereich des Alten Krankenhauses wird derzeit umgebaut, einer Wohnnutzung zugeführt und durch eine Bibliothek ergänzt.


Aufgabenstellung

Durch eine konzertierte und mit allen Anliegern und Nutzern abgestimmte Strategie soll das Projektgebiet in seiner Funktion, Gestalt und Akzeptanz bei der Bevölkerung gezielt aufgewertet werden.

Das Projektgebiet war zu Projektbeginn durch funktionale und gestalterische Mängel gekennzeichnet. Neben der Umgestaltung des öffentlichen Raumes ist es das Ziel, die vorhandene Nutzungs- und Angebotsvielfalt zu stärken.

Ebenso soll die Besucher- und Passantenfrequenz gesteigert und Schlüsselimmobilen bedarfsorientiert entwickelt werden. Ein hierfür eingerichtetes Flächenmanagement konnte bereits große Erfolge erzielen. Die Umsetzung dieser Ziele erfolgt durch eine intensive privat-öffentliche Kooperation, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben soll.

Weitere Grundlagen bilden das Einzelhandelskonzept (Beschluss 01.07.2011) und das integrierte Stadtentwicklungskonzept.


Handlungsfelder

Folgende Handlungsfelder werden in öffentlich-privater Kooperation bearbeitet:

  • Städtebau und Stadtgestaltung
  • Immobilienstruktur
  • Kunden- und Besucherfreundlichkeit, Einzelhandel und Service
  • Quartiersmarketing und Events


Akteure, Projektfonds

Die öffentlich-private Kooperation im Sinne des Programmes „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ wird in Forchheim bereits seit Anfang 2006 im Rahmen des bayerischen Modellprojektes „Leben findet Innenstadt“ praktiziert.

Durch den Zusammenschluss von privaten Akteuren, öffentlicher Hand und weiteren Projektpartnern im Rahmen vielzähliger Projekte und begleitet von einer regelmäßig tagenden Lenkungsgruppe, die auch als Multiplikator im eigenen Wirkungskreis fungiert, konnten wichtige Impulse für eine nachhaltige, wirtschaftliche und städte-bauliche Entwicklung gegeben werden.

Die Lenkungsgruppe setzt sich aus verschiedenen städtischen Vertretern, dem Projektmanager, einem Vertreter der Werbegemeinschaft sowie aus Sprechern der Teilquartiere zusammen. Die bereits zuvor bestehende Struktur der Werbegemeinschaft konnte in die Programmorganisation integriert werden, indem sie für das Projektgebiet die Abwicklung von Maßnahmen aus dem Projektfonds übernimmt. Dazu zählen unter anderem die Erarbeitung von Vorschlägen und Maßnahmen in den einzelnen Quartiersversammlungen, die Einholung von Kostenangeboten und Beauftragung der Maßnahmen sowie ggf. die Beratung der Lenkungsgruppe zur Freigabe der Projektfondsmittel. Im Rahmen der Lenkungsgruppensitzungen wird auf Grundlage einer Projekt- und Jahresplanung und anhand der entwickelten Projektfondskriterien über die Verwendung der Mittel des Projektfonds entschieden, der seit 2008 konstant mehr Einnahmen generieren konnte.


Projekte & Maßnahmen

2008

  • Umgestaltung des Marktplatzes
  • Integriertes Park- und Besucherleitsystem 
  • Entwicklung einer Positionierungsstrategie für den Bereich Hornschuchallee/Marktplatz

2009

  • Entwicklung & Neunutzung „Altes Krankenhaus“
  • „Forchheimer Einkaufs- und Erlebnisrundgang“
  • Aktion „Rote Teppiche“
  • Flyer Marktplatzeinweihung

2010

  • Lange Einkaufsnacht und Lange Museumsnacht Forchheim (April 2010)
  • Imagekampagne Quartier Marktplatz & Hornschuchallee (Ab Mai 2010 bis März 2011)
  • Planungsworkshop Hornschuchallee (November.2010)
  • Aktualisierung Einkaufs- und Erlebnisrundgang (2010/2011)
  • Städtebaulicher und Realisierungswettbewerb zur Projektentwicklung „südlicher Paradeplatz“

2011

  • Vorbereitung Abbruch und Neubau „südlicher Paradeplatz“
  • Neubau Bibliothek im Bereich „altes Krankenhaus“
  • Planung des Umfeldes „altes Krankenhaus“
  • Vorbereitung Umplanung des Paradeplatzes

Projekte









































2012
 

  • Abbruch und Neubau „südlicher Paradeplatz“: Spatenstich für Wohn- und Geschäftshaus
    Die gezielte Aufwertung der bisher durch Unternutzung geprägten Südseite des Paradeplatzes ist seit Jahren ein zentrales Anliegen der Forchheimer Innenstadtentwicklung. Im Rahmen des von der CIMA betreuten Städtebauförderungsprogramms „Leben findet Innenstadt – Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ konnte an diesem Standort die Projektentwicklung eines Wohn- und Geschäftshauses initiiert und in die Umsetzung gebracht werden. Die notwendigen Abbruchmaßnahmen sind bereits abgeschlossen und mit dem Spatenstich für den neuen „Südlichen Paradeplatz“ wurde am 06.09.2012 der Startschuss für die nun anstehenden Baumaßnahmen gegeben. Als Mieter konnte der Projektentwickler Allobjekt aus Würzburg unter anderem REWE und Witt-Weiden gewinnen. Alle Projektbeteiligten sind sich sicher, dass das Projekt die Zentralität der Innenstadt weiter stärken wird und sich somit insgesamt positive Impulse für die Forchheimer Stadtentwicklung erwarten lassen.


     
  • Gebäudesanierung des „Café Schmidt“ am Paradeplatz


     
  • Anliegerworkshop im Rahmen Baustellenmarketing Paradeplatz
    Im Rahmen der Baumaßnahmen zur gezielten Weiterentwicklung der Südseite des Paradeplatzes lud die Stadt zu einer Informationsveranstaltung ein, um über den aktuellen Planungsstand sowie die anstehenden Maßnahmen zu informieren und sich mit den Anwohnern bezüglich deren Anregungen und bisherigen Erfahrung während der Baustellenphase auszutauschen.


     
  • Serviceoffensive des HBE: „Machen Sie den Punkt – Verkaufschancen in Abschlüsse umwandeln“
    Abschlusschancen ergeben sich im Kundenkontakt ausreichend. Viele Chancen zum erfolgreichen Abschluss eines Verkaufsgesprächs liefert der Kunde selbst oder sie lassen sich gezielt herbeiführen. Doch in der Praxis bleiben diese Möglichkeiten häufig ungenutzt. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man die eigene „Chancenverwertung“ wirkungsvoll erhöhen kann.
    Der kostenlose Vortragsabend im Rahmen des Projektes „Leben findet Innenstadt – Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ Forchheim in Kooperation mit dem Handelsverband Bayern e. V. (HBE) fand nun bereits zum 7. Mal statt.

     

Städtebauliches Konzept

Die Stadt Forchheim beobachtet die Einzelhandelssituation im Stadtgebiet seit vielen Jahren. Berichte zur Einzelhandelssituation liegen von der Fa. GFK Markforschung aus dem Jahr 1994/1999 vor. Später wurde die Fa. CIMA im Rahmen des Stadtmarketingprozesses in die Fragen der Einzelhandelsentwicklung mit eingebunden.

Im Oktober 2007 erteilte die Stadt Forchheim der GMA, Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH aus München, den Auftrag zur Erstellung eines gesamtstädtischen Einzelhandelskonzeptes. Zur Bearbeitung des Konzeptes aus städtebaulicher Sicht wurde das Büro für Städtebau Dr. Holl, Würzburg, mit eingebunden.

Im Oktober 2008 lagen die von der GMA erarbeiteten Zwischenergebnisse vor und wurden diskutiert. In Vorbereitung auch auf ein integriertes Stadtentwicklungskonzept hat der Stadtrat der Großen Kreisstadt Forchheim in seiner öffentlichen Sitzung am 01.07.2010 das Einzelhandelskonzept behandelt.

In seiner Sitzung im September 2009 hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die Möglichkeiten zur Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) zu prüfen. Die Stadt Forchheim hat sich im Anschluss daran entschlossen, die Erstellung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes überwiegend mit eigenen Mitteln durchzuführen. Für einzelne Leistungen wurde die Fa. CIMA, München, mit eingebunden.

Nach einer umfassenden Grundlagenermittlung und Bestandserhebung wurde eine Haushaltsbefragung aller städtischen Haushalte durchgeführt. Den Bürgern sollte somit die Möglichkeit eingeräumt werden, die Stärken und Schwächen ihrer Stadt selbst zu benennen, aber auch Leitlinien und ggf. einzelne Projektziele im Rahmen der Haushaltsbefragung zu benennen. Die Ergebnisse wurden zuletzt in dem Workshop des Stadtrates am 03.08.2011 vorgestellt. In diesem Workshop hat der Stadtrat der Stadt Forchheim sich mit den Zielen eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes beschäftigt.

Der 3. Schritt im Rahmen der Erstellung des ISEK, ist eine Umsetzungsstrategie für die zu entwickelnden Projekte und Maßnahmen festzulegen. Dies muss wieder unter Beteiligung des Stadtrates, der Bürgerschaft und von Fachvertretern erfolgen.


Ansprechpartner

Stadt Forchheim
Stadtplanung
Alexander Dworschak
Birkenfelder Str. 2-4
91301 Forchheim
E-Mail: alexander.dworschak@forchheim.de


Projektbüro

Leben findet Innenstadt
Achim Gebhardt (CIMA GmbH)
Luitpoldstr. 2
91301 Forchheim
E-Mail: gebhardt@cima.de

 Übersichtsplan - Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übersichtsplan Aktive Stadt- und Ortsteilzentren