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Kinderhort Sattlertor - Pädagogik

Pädagogik

Wir orientieren uns an der Würde des Menschen, unabhängig von seinen Möglichkeiten und Grenzen.

Pestalozzi formulierte:Pestalozzi

"Kopf - Hand - Herz"

Wobei Kopf für den Intellekt, Hand für Fertigkeiten,
Geschick und Herz für die Liebe steht.
Pestalozzi wies darauf hin, das Kopf und
Hand dem Herz unterzuordnen sind.

Diesem ganzheitlichen Ansatz folgen wir und leiten daraus folgendes ab:

Ziele

  • Allgemeinbildung 
  • Eingliederung in die Hortgruppe, sowie in den gesamten Hort
  • Entwicklung einer Persönlichkeit beim Kind 
  • positive Beziehungen zwischen Kind und Kind, als auch zwischen Kind und Erzieher schaffen
  • schulische Unterstützung bei den Hausaufgaben und beim Lernen
  • sinnvolle Freizeitbeschäftigung
  • Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern und anderen Institutionen 

Diese können nur umgesetzt werden, wenn

  • die Kinder zu selbstständigem Handeln angeregt werden und ihnen ein gewissen Maß an Freiräumen gewährt wird
  • Ordnung und Disziplin gelehrt und durch den Erzieher vorgelebt und von anderen Menschen akzeptiert werden, und die Kinder das Verhalten von Fremden tolerieren 
  • den Kindern vermittelt wird, dass sie für ihr Handeln selbst verantwortlich sind und gegebenenfalls mit der Konsequenz dessen zurechtkommen müssen 
  • den Kindern vermittelt wird, dass sie für ihr Handeln selbst verantwortlich sind und gegebenenfalls mit der Konsequenz dessen zurechtkommen müssen 
  • Kinder eigene Grenzen erfahren und diese gegebenenfalls überwinden 
  • den Kindern multikulturelle Werte nahe gebracht werden 
  • ein sinnvolles Freizeitangebot stattfindet 
  • lebenspraktische Fähigkeiten gelernt werden, um das Kind auf das Leben vorzubereiten

 

Umsetzung der Ziele

Im täglich Miteinander gelingt es uns durch einen freundschaftlichen Umgang folgendes zu verwirklichen:

  • Verständnis, Gefühle und Echtheit zeigen 
  • vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind und Erzieher gewährleisten 
  • den Erzieher als Vorbild, Freund und zugleich Respektperson zu vermitteln 
  • Ansprechpartner bei Problemen

Um dies wirklich umsetzen zu können ist es wichtig, dass sich Erzieher, als auch Kinder, auf Basis
von gegenseitigem Vertrauen, Fehler eingestehen und Schwäche zeigen können.

 

Soziale Bildung

Den Kindern soll ein erweitertes Betreuungsangebot und zweckmäßiges Freizeitangebot geschaffen
werden. In festen Gruppen erhalten die Kinder Angebote, ihre Freizeit aktiv und eigenverantwortlich zu
nutzen. Die Zusammenarbeit von Kindern, Eltern und Lehrern, sowie allen an der Erziehung beteiligten
Personen,  ist ein wichtiges Ziel der pädagogischen Arbeit.

Beim Leben im täglichen Miteinander kann das Kind:

  • eigenverantwortlich handeln 
  • Freundschaften schließen (Gruppen- und Cliquenbildung) 
  • soziale Kräfte entfalten und in Konfliktbewältigungsprozesse treten 
  • in das jugendliche Entwicklungsstadium hineinwachsen (Veränderung der Kind-Kind-Beziehung, Erweiterung der Orientierung) 
  • Selbstwertgefühl entwickeln und Identität bilden 
  • seine Interaktionsfähigkeit und Handlungskompetenz durch die Entwicklung von „Ich-Stärke“, Frustrationstoleranz, Widerstandsfähigkeit, Neugier, Selbstreflexion und Reduzierung des Egozentrischen entwickeln und steigern 
  • Handlungsstrategien zu Kooperation und Solidarität erlernen
  • Entscheidungen der Gruppe verantwortlich mittragen

 

Sprachliche Bildung

“Sprache bedeutet Verständnis der Welt, Erweiterung des Bewusstseins und des Denkens!“

Diese prägt unser ganzes Sein, ist das wichtigste Verständigungsmittel, hilft uns unsere Gedanken und
Gefühle mitzuteilen und uns untereinander auszutauschen. Die Sprache befähigt uns Gemeinsamkeiten
zu finden, aber auch Konflikte zu meistern. Dabei wirkt sie auf uns und andere aufbauend, klärend,
hilfreich und ermutigend.

 

Bewegungserziehung

Nach dem Schulunterricht kommen die Kinder meist mit einem hohen Bedarf an Bewegung in den
Kinderhort. Sie sollen motivieren, anregen und Spass machen.

Der Hortgarten bietet zu allen Jahreszeiten Bewegungsmöglichkeiten, siehe Punkt Außenbereich.

Zusätzlich bieten wir verschiedene Fitness - Angebote: Hallenbadbesuche, Aerobic, Joggen oder Nordic-
Walking am Kanal, verbunden mit Dehnübungen.

 

Kulturelle Integration

Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in unserer Einrichtung beträgt 1/3. Die überwiegende Mehrheit davon sind türkische Kinder. Die Integration und Stärkung der nationalen Identität, das kulturelle Selbstbewusstsein, die sprachliche Aufgeschlossenheit und die Neugierde sind eng verbunden mit Akzeptanz und Wertschätzung der eigenen Person.

Ziele der kulturellen Integration:

  • Die Fähigkeit erwerben, sich in den verschiedenen Sprachen auszudrücken, d.h. für Migranten zum einen, Deutsch als Zweitsprache lernen, zum anderen die Weiterentwicklung ihrer Familiensprache 
  • Integration und die Stärkung der nationalen Identität 
  • Offenheit für andere Kulturen entwickeln 
  • Kulturelle und sprachliche Unterschiede wertschätzen 
  • Freude am Entdecken von Gemeinsamkeiten und von Unterschieden 
  • Fähigkeit zum situationsangemessenen Sprachwechsel, oder in einer Sprache bleiben können, wenn es die Situation erfordert 
  • Diskriminierung oder Rassismus erkennen und bekämpfen lernen
  • Kenntnisse über die Grundrechte und die Umsetzung dieser im Alltag 
  • Bewusstsein entwickeln, dass die Art und Weise etwas auszudrücken, kulturell geprägt ist (z.B. Bauchtanz)

Umsetzung in die pädagogische Arbeit

Neben den traditionellen deutschen Festen, feiern wir ebenfalls die Feste anderer Kulturen und räumen
ihnen den gebührenden Stellenwert ein. Wir feiern das türkische Zuckerfest ebenso wie Nikolaus. Darüber
hinaus schätzen wir z.B. türkische Gerichte, interessieren uns für Folklore, fremdländische Musik, 
Erzählungen und Erlebnisse. Der Kontakt zu Gruppen anderer Nationalitäten ist uns wichtig, denn so
stärken wir das Selbstwertgefühl der Migrationskinder.
Selbstverständlich ist fü uns, dass wir den Speiseplan bedürfnisgerecht für Moslems gestalten.