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Die Ernte wird eingefahren – großes Interesse am „Scheunenprogramm“

Am Mittwoch, den 22. Januar 2014, hatten Scheuneneigentümer die Gelegenheit sich über das Pilotprojekt „Scheunenprogramm“ zu informieren.

 

Ausführliche Pressemitteilung: 

Michaela Messmer vom Architekturbüro Franke & Messmer aus Emskirchen stellte die geplanten Maßnahmen vor. In einem ersten Schritt werden die Scheunen, wenn vom Eigentümer gewünscht, einer Einzelbetrachtung hinsichtlich Grundstück, Bauzustand, Material und städtebaulicher Situation unterzogen. Anschließend entwickelt das mittelfränkische Planungsbüro Ideen für eine zukünftige Nutzung. Die Ergebnisse dieser Studie werden in einer Broschüre veröffentlicht. „Zwölf Besitzer haben zugesagt, das Planungsteam bei seiner Arbeit zu unterstützen“, resümierte die Architektin. Das "Scheunenprogramm" hat zum Ziel, das innerstädtische Quartier zwischen Marktplatz und Wiesentstraße in Forchheim neu zu beleben. Auf Grundlage der geplanten Studie werden städtebauliche Lösungsansätze zur Reaktivierung erarbeitet.

Gerhard Zedler, Leiter des städtischen Bauamtes, erläuterte: „Die Untersuchung wird finanziert durch die Stadt Forchheim und die Regierung von Oberfranken. Die Eigentümer gehen also keine Verpflichtung ein.“ Nach dieser ersten, optischen Bestandsaufnahme könne entschieden werden, welche Scheunen als Wohnraum oder für eine gewerbliche Nutzung umgebaut werden können, führte Zedler fort. Alle Scheunen befänden sich im Sanierungsgebiet und ein Umbau brächte den Bauherren daher vorteilhafte Abschreibungsmöglichkeiten.

Einige Scheunen stehen auch unter Denkmalschutz. Der Denkmalschutz sei in diesem Fall aber kein Mühlstein am Hals der Eigentümer, sondern eher ein goldener Schlüssel, um Zugang zu den Fördergeldern im sechsstelligen Bereich der Regierung von Oberfranken zu gelangen, erklärte Oberbürgermeister Stumpf. „Als Stadt haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Projekt „Leben findet Innenstadt“. Das erhoffe ich mir auch vom Scheunenprogramm. Wir wollen den Eigentümern die Gelegenheit geben, ihre alten, zum Teil leer stehenden Scheunen, zu sanieren. Vielen Dank für Ihr großes Interesse“, schloss Franz Stumpf die Veranstaltung.