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Afrika-Kulturtage

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01. bis 03. Juli 2016:

Afrika-Kulturtage Forchheim

Afrikaner

Im Pfalzmuseum Forchheim und rund um die Kaiserpfalz 

Exotisch, farbenfroh und vielfältig präsentieren sich die Afrika-Kulturtage vom Freitag, dem 01. bis Sonntag, dem 03. Juli 2016. Die spannende Sonderausstellung über die Perlen Afrikas, eine Multivisionsshow, das große Abendkonzert mit der Band "Mokoomba", der traditionelle afrikanische Markt und Trommel- und Tanzworkshops versprechen Spaß und Unterhaltung. Das erfolgreiche Festival im malerischen Ambiente der Kaiserpfalz bringt drei Tage lang Kunst, Musik und Tanz aus Afrika nach Oberfranken!

Höhepunkt der Afrika-Kulturtage, die neben dem Pfalzmuseum vom Jungen Theater Forchheim e.V. und der Stadt Forchheim organisiert werden, ist das große Abendkonzert im Pfalzinnenhof:
Die rohe Energie afrikanischer Rhythmen und die geballte Kraft großartiger Songs werden am Samstag, den 02. Juli 2016 um 20:00 Uhr die Kaiserpfalz zum Beben bringen. Die Band „Mokoomba“ - großartige Shootingstars aus Simbabwe - stehen heuer auf der Bühne im Innenhof.
 
Mokoomba kommen von dort, wo der Sambesi an der Grenze von Simbabwe zu Sambia auf die legendären Victoriafälle trifft. Die sechs jungen Musiker schöpfen aus dem Reichtum der verschiedenen Kulturen und erschaffen eine einzigartige musikalische Welt: Aufgewachsen mit der Kultur des Tonga-Volkes vermählen sie traditionelle Klänge mit modernem Stil. So entsteht eine elektrisierende Mischung aus Afro-Fusion und verlockenden traditionellen Tonga-Rhythmen. Von hellen Kora-Klängen bis zur dunklen Sanftheit des Cellos, von karibischen Rhythmen über Ska bis zum Hip-Hop ist alles in ihrer Musik vereint. 
 
Mokoomba
 
Stillstehen geht nicht: Die Band lebt ihre Musik mit vollem Körpereinsatz und steckt jeden an. Die Band explodiert bei ihren weltweiten Liveauftritten von den USA über Europa und Afrika bis nach Australien buchstäblich auf der Bühne und lässt die Luft vor Energie knistern. Kopf und Seele der Band ist der Sänger und Perkussionist Mathias Muzaza. Seine äußerst wandelbare Stimme trägt die Zuhörer durch die Musikwelt von Mokoomba. An der Gitarre ist Trustworth Samende zu hören, am Bass Abudance Mutori, die Percussions übernimmt Miti Mugande, am Klavier spielt Donald Moyo und Ndaba Coster Moyo am Schlagzeug.
 
Die Erfolgswelle seiner Band startete 2008, als Mokoomba am Music Crossroads InterRegional Festival in Malawi zur besten Newcomer-Band gekürt wurden. Der Sieg des Wettbewerbs öffnete den Shootingstars aus Simbabwe die Türen nach Europa. Und bald waren sich auch die hiesigen Kritiker und das Publikum einig: Mokoomba macht süchtig.
Sie gewannen zahlreiche weitere Preise, so auch 2012 den Songlines Award für Best Album und Best Newcomer.
 
2012 veröffentlichte die Band ihr zweites Album «Rising Tide», zwölf unermüdlich energetische Lieder, die den Zuhörer auf eine musikalische Reise durch das südliche Afrika führt, von der er nie zurückkehren möchte. Die Band kreiert einen modernen Dialog zwischen Afrika und der westlichen Welt – weltoffen und gleichzeitig reich an Tradition. Ihr neues Album erscheint im Herbst 2016.
Karten sind an der Abendkasse erhältlich für 18,00 Euro (erm. 15,00 Euro) und im Vorverkauf für 17,50 Euro (erm. 14,20 Euro).

(Hauptbühne Innenhof, Eintritt: 18 €, ermäßigt 15 €, VVK 17,50 €, ermäßigt 14,20 €, (inkl. VVK- und Systemgebühren), 20% Rabatt bei Vorlage der Zac-Abo-Card im VVK; Kartenvorverkauf: NN-Ticket-Point Forchheim, Hornschuchallee 7, Tel.: 09191 722011, Tabakladen Hocke, Hauptstraße 30, Forchheim, Tel.: 09191 60106, Junges Theater Forchheim, Kasernenstr.9, Forcheim, Tel.: 09191 65168).

Mädchen mit Perlen

 
"Der Schmuck der Massai" lautet der Titel der Afrika-Sonderausstellung (16.06. – 10.07.2016), die heuer die Afrika-Kulturtage begleitet.  Die Massai, halbnomadische Rinderhirten aus Kenia und Tansania, sind eine der bekanntesten Volksgruppen Afrikas. Ihr traditioneller Körperschmuck und das Erscheinungsbild von reich mit Perlen geschmückten Frauen und Kriegern wirken wie ein Symbol ihrer traditionellen Kultur. Was aber viele nicht wissen: Diese Perlen stammen ursprünglich aus Europa!
 
Bazar
 
Für ausgelassene Stimmung und „Afrika-Feeling“ sorgt der traditionelle afrikanische Basar rund um die Kaiserpfalz vom 01. bis 03.07.2016 (Fr.: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr, Sa.: 11:00 bis 22:00 Uhr, So.: 11:00 bis 19:00 Uhr) mit Kunsthandwerk, Instrumenten und kulinarischen Köstlichkeiten zum Erleben, Feilschen und Genießen. Für die Kleinen gibt es afrikanische Märchen und Geschichten, Bogenschießen, Sandmalen, Schminken und auch sonst jede Menge zu entdecken. Trommeln zum Mitmachen für Groß & Klein mit der Trommelschule „African Drums“ findet am 02.07.2016 im Innenhof der Kaiserpfalz statt.
 
Raoky
 
Qualitativ hochwertig und vielseitig präsentiert sich das Kulturangebot rund um den Afrika-Basar: Mehrere Live-Konzerte sorgen für den richtigen Sound: Unter anderen die Gruppe „Ballet Zebola“, die traditionelle Rhythmen und Tänze aus dem Kongo vorführt, „Raoky“ mit madagassischen Rhythmen und europäischem Songwriting, „Fodé Camara“ aus Guinea mit Geschichten und Live-Musikbegleitung aus Afrika und ebenfalls aus Guinea „BLACKback Afrobeat mit Djeli Modou Kouyaté, der die traditionellen Klangfarben seiner Heimat Guinea mit modernen Elementen des Pop und Reggae mischt.
 
Gepard
 
Sonntags um 11:00 Uhr zeigt die Multivisions-Show von Matthias Gößmann mit dem Titel „Augenblick – Frühling im Namaqualand“ Impressionen aus Südafrika (Gewölbekeller, Eintritt 5 €). Das ganze Wochenende werden energiegeladene Trommel- und Tanzgruppen aus Europa und Afrika auf den Bühnen in und um die Kaiserpfalz ihr Können vorführen. Tormenta Jobarteh entführt sein Publikum in das Reich der Geschichten, Mythen und Gesänge Afrikas.
 
Schule in Afrika
 
Die Afrika-Kulturtage Forchheim unterstützen seit 2008 die Spendenaktion "Lourenço Amadeu" für ein Waisenhaus und eine Grundschule in Angola.
 
Zeit: 01. - 03.07.2016
Ort: Pfalzmuseum, Innenhof und Außengelände
Eintritt Basar: 2,00 €

Programm:

Ausstellung im Pfalzmuseum:

„Der Schmuck der Massai – Europäische Perlen mit afrikanischen Geschichten"

Die Massai, halbnomadische Rinderhirten aus Kenia und Tansania, sind eine der bekanntesten Volksgruppen Afrikas. Ihr traditioneller Körperschmuck und das Erscheinungsbild von reich mit Perlen geschmückten Frauen und Kriegern wirken wie ein Symbol ihrer traditionellen Kultur. Was aber viele nicht wissen: Diese Perlen stammen ursprünglich aus Europa!

15.06.–10.07.2016, Eintritt: 5,00  (während der Afrika Kulturtage 2,00 €)

Trommelkurse

Für Schulen und Kindergärten im Rahmen der Afrika Kulturtage. Informationen und Anmeldung: Mail: info@africandrums.de, Tel.: 0151 40356048

Afrikanischer Basar mit Kinderprogramm

Rund um die Kaiserpfalz mit Kunsthandwerk, Instrumenten und kulinarischen Köstlichkeiten zum Erleben, Feilschen und Genießen. Für die Kleinen gibt es afrikanische Märchen und Geschichten, Bogenschießen, Sandmalen, Schminken und auch sonst jede Menge zu entdecken.

Fr., 01.07., 17.00 – 22.00 Uhr, Sa., 02.07., 11.00 – 22.00 Uhr, So., 03.07., 11.00 – 19.00 Uhr, Eintritt 2 €

Freitag, 1. Juli

17.00 – 22.00 Uhr Afrikanischer Basar, Eintritt 2 €

18.00 Uhr Djembetreff, Die Trommelgruppe aus Kronach spielt traditionelle Djemberhythmen, Bühne Sattlertorstraße

19.00 Uhr Ballet Zebola, Traditionelle Rhythmen und Tänze aus dem Kongo, Bühne Sattlertorstraße

20.00 Uhr Raoky, Madagassische Rhythmen und europäisches Songwriting, Bühne Sattlertorstraße

 

Samstag, 2. Juli

11.00 – 22.00 Uhr Afrikanischer Basar, Eintritt 2 €

11.30 Uhr Trommeln zum Mitmachen für Groß & Klein, mit der Trommelschule „African Drums“ aus Pottenstein, Podium im Pfalzgraben

12.15 Uhr Ballet Zebola, Traditionelle Rhythmen und Tänze aus dem Kongo, Bühne Sattlertorstraße

13.30 Uhr Geschichten aus Afrika für Kinder, mit Live-Musikbegleitung mit Fodé Camara (Guinea), Podium im Pfalzgraben

14.15 Uhr Ecole TamTam, „Die Trommelschule“ aus Erlangen featuring Thobela Ndywili, Bühne Sattlertorstraße

15.30 Uhr Geschichten aus Afrika für Kinder, mit Live Musikbegleitung mit Fodé Camara (Guinea), Podium im Pfalzgraben

16.15 Uhr Programm nach Ansage

17.00 Uhr Djeli Modou Kouyaté & Takosaba, Traditionelle Rhythmen und Tänze aus Guinea, Bühne Sattlertorstraße

19.00 Uhr Bambassa, Djembe Gruppe unter der Leitung von Roland Freytag aus Bamberg, Podium im Pfalzgraben

20.00 Uhr Mokoomba, Die Band aus dem Grenzgebiet von Simbabwe und Sambia begeistert mit einer elektrisierenden Mischung aus Afro-Fusion und verlockenden traditionellen Tonga-Rhythmen, überstrahlt von der außergewöhnlichen Stimme des Sängers und Percussionisten Mathias Muzaza. Hauptbühne Innenhof, Eintritt: 18 €, ermäßigt 15 €, VVK 17,50 €, ermäßigt 14,20 €, (inkl. VVK- und Systemgebühren), 20% Rabatt bei Vorlage der Zac-Abo-Card im VVK

Sonntag, 3. Juli

11.00 – 19.00 Uhr Afrikanischer Basar, Eintritt 2 €

11.00 Uhr Augenblick – Frühling im Namaqualand, Multivisions-Show von Matthias Gößmann, Impressionen aus dem Namaqualand in Südafrika, Gewölbekeller, Eintritt 5 €

11.30 Uhr Rattabonga, Trommler aus der Musikgruppe des Musikvereins Buckenhofen & Musikgruppen unter der Leitung von Gitta Lauger, Bühne Sattlertorstraße

12.30 Uhr Gumboot Dance Ladies featuring Thobela Ndywili, Gumboot & Afro-Dance Tanzgruppe aus Erlangen, Leitung: Sylvia Mograbi, Thobela Ndywili wird zwischen zwei Tanzblöcken gemeinsam mit dem Publikum ein südafrikanisches Lied singen, Bühne Sattlertorstraße

13.30 Uhr Geschichten aus Afrika für Klein & Groß, Tormenta Jobarteh führt uns in das Reich der Geschichten, Mythen und Gesänge Afrikas, Podium im Pfalzgraben

14.15 Uhr Rattabonga Kids, Die Kinder-Trommelgruppe des Musikvereins Buckenhofen unter der Leitung von Gitta Lauger, Podium im Pfalzgraben

15.00 Uhr KUMMAZAMM,  "Kumme duch einfoch mol zamm" oder "Treffen wir uns doch einfach mal" - vier energiegeladene Djembé-Spieler und drei lebensfrohe Tänzerinnen aus Oberfranken, afrikanische Rhythmen lebendig, kraft- und gefühlvoll, Bühne Sattlertorstraße

15.30 Uhr Afrikanischer Tanzworkshop, Afro-Dance mit Sylvia Mograbi aus Erlangen, Hauptbühne Innenhof

15.30 Uhr Geschichten aus Afrika mit Tormenta Jobarteh, mit Livebegleitung auf der Kora, Podium im Pfalzgraben

16.15 Uhr TAKOSABA, Trommelgruppe aus Murnau, Ensemble für traditionelle Malinke-Rhythmen, Podium im Pfalzgraben

17.00 Uhr BLACKback Afrobeat, Djeli Modou Kouyaté mischt die traditionellen Klangfarben seiner Heimat Guinea mit modernen Elementen des Pop und Reggae, Bühne Sattlertorstraße

Kartenvorverkauf für Mokoomba:

NN-Ticket-Point Forchheim, Hornschuchallee 7, Tel.: 09191 722011

Der Tabakladen Hocke, Hauptstraße 30, Forchheim, Tel.: 09191 60106

Junges Theater, Kasernenstr.9, Forcheim,Tel.: 09191 65168

 

Afrika-Kulturtage in der Videogalerie der Stadt Forchheim
 
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Afrika-Kulturtage in nordbayern.de
 
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Rückblick 2015:              

Sonderausstellung: „Deutschlands Platz an der Sonne?"- Der Traum von Kolonien

Afrikaner

„Mit einem Worte: wir wollen niemand in den Schatten stellen, aber wir verlangen unseren Platz an der Sonne" - Als der deutsche Staatsmann und Politiker Bernhard von Bülow am 6. Dezember 1897 in einer Reichstagsdebatte diesen Satz sprach, hatte das Deutsche Reich längst Kolonien in Afrika erworben.
Bis heute sind die Namen der Kolonien im Gedächtnis vieler Deutscher verhaftet: In Togo und Kamerun, Deutsch–Südwest- und Deutsch–Ostafrika sowie in der Südsee hatten sich die Deutschen festgesetzt. Von China war das Gebiet Kiautschou mit der Hafenstadt Tsingtau gepachtet. Weniger bekannt sind die Bemühungen um weitere Gebiete in Afrika.
Weithin vergessen sind auch die ersten von „deutschem Boden" ausgehenden Bemühungen um Kolonien in Afrika. Sei es der Versuch des Jakob von Kurland im heutigen Gambia Fuß zu fassen oder der Traum des Großen Kurfürsten Friedrich von Brandenburg, der an der Goldküste – im heutigen Ghana – eine immerhin 30 Jahre währende Repräsentanz errichten und somit den Generalstaaten der Niederlande trotzen konnte.
Wie wirkte sich die Kolonialpolitik in den Familien aus? Diesen Aspekt beleuchtet eine Ausstellung innerhalb der Ausstellung unter dem Motto „Kolonialzeit im Familienalbum": Im Jahr 1908 z.B. holte das Ehepaar Devers seine kleine Tochter Herta nach Daressalam, der Hauptstadt des damaligen Ostafrika. Nachdem der Versailler Vertrag bestimmte, dass Deutschland seine Kolonien abzutreten hatte, kehrte auch Herta Devers als junge Frau nach Deutschland zurück.
Darüber hinaus gibt es viele Aspekte, die einer genaueren Betrachtung wert sind: Wie stand Reichskanzler Otto von Bismarck zu dem Erwerb von Kolonien? Was bedeutete der „Sansibar–Helgoland–Vertrag“? Wie kam es zu den Begriffen „Schutzgebiete“ und „Schutztruppe"? Was bedeutete die „Berliner Afrikakonferenz" für den afrikanischen Kontinent und seine Bevölkerung? Welche wirtschaftliche Bedeutung hatten die Kolonien für Deutschland?
Letztendlich bleibt es bei den historischen Tatsachen: Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges endete durch den Versailler Vertrag „de Jure" der Traum von Deutschlands „Platz an der Sonne". De Facto träumten viele Deutsche den Traum von den Kolonien in Übersee bis 1944. Mit dem Untergang Hitler-Deutschlands war das Thema angesichts Befreiung und Wiederaufbau erledigt.
 
 
 "Gasandji" - Zwischen den Welten

Gasandji

Höhepunkt der Afrika-Kulturtage Forchheim war das große Abendkonzert mit der Afro-Soul-Chanteuse Gasandji aus der Demokratischen Republik Kongo. Die Sängerin ist die neue Aufsteigerin in der afrikanischen Musikszene und war im letzten Jahr der Stargast in Würzburg, dem größten und bedeutensten Afrikafestival in Europa!.
Mal sanft melancholisch, mal voller Kraft beschwört sie große Themen wie Liebe, Hoffnung und Schmerz. Ihre musikalische Bandbreite reicht von Jazz, über Soul und Reggae bis hin zu den Klängen ihrer Vorfahren. Gasandji berührt mit ihrer hohen, klaren Stimme die Herzen: "Ich will den Menschen meine Heimat näher bringen, ohne dabei mein Hier und Jetzt aus den Augen zu verlieren.“
Gasandji, die heute in Paris lebt, singt in Englisch, Französisch und Lingala, die Sprache des Kongo. Ihre intensive Stimme, die sich sofort im Ohr festsetzt, macht Gasandji einzigartig: "Ich fühle mich als Weltbürgerin. Genau das möchte ich in meiner Musik zum Ausdruck bringen."
In ihrer Wahlheimat Frankreich sammelte sie bereits Bühnenerfahrung mit Lokua Kanza, Keziah Jones und Imany und machte sich einen Namen im französischen Fernsehen. Sie stand in Background-Chören und tanzte in Shows mit Künstlern wie MC Solaar, I AM und Cut Killer auf der Bühne und stellte dort ihre Choreografien vor: "Diese Arbeiten haben mir dabei geholfen, mit dem Druck vor Publikum umzugehen", erklärt die Sängerin. Mittlerweile gastierte Gasandji in Frankreich, der Schweiz und in China.
 
 
Carmen Brown
Carmen Brown
 
Afrobeat, Soul und viel Funk bietet die Sängerin Carmen Brown aus Düsseldorf ihrem Publikum. Groovy, tanzbar, einfach stark!
Carmen Brown ist voller Gegensätze - immer hin und her gerissen zwischen zwei verschiedenen Welten. Afrika in ihrem Herzen und Europa in ihrem Kopf, ist Carmen Brown auf der ewigen Suche nach der perfekten musikalischen Symbiose zwischen diesen beiden Polen.
Carmen Brown ist in einem Vorort von Lissabon als Kind einer mosambikanischen Einwandererfamilie geboren. Zwischen Deutschland und Portugal aufgewachsen, lebt und arbeitet sie jetzt in Düsseldorf. Sie ist europaweit auf Festivals unterwegs und stand mit namhaften Künstlern wie Marceo Parker, Incognito, Nekka oder Jazzkantine auf der Bühne.
In ihre Musik - Afrobeat, Soul und viel Funk - fließen ihre afrikanischen Wurzeln und Einflüsse aus der modernen westlichen Welt ein. Ihr Herzen schlägt genauso für zeitgemäße und elektronische Sounds wie für Grace Jones, Fela Kuti und Lauren Hill. Dieser kulturelle Zwiespalt ist deutlich zu hören. Afrikanischen Ur-Instrumenten wie Dum-Dum, Saba, Ballafon und Mbira kommen genauso zum Einsatz wie Schleif-Maschine, Sampler und Synthesizer. Live kommt noch eine kräftige Portion Percussion und Vocal-Akrobatik dazu.
Gefesselt von den Mysterien eines vermeintlich weit entfernten Kontinentes mischt Carmen Brown Seele und Afrobeat, Funk und Marrabenta und Hip Hop und Majika - mit Texten, die zum Nachdenken anregen und zum Aufwachen animieren.  

„Frau Lot und ihr Kampf gegen die Engel!“

Frau Lot

Afrikanisches Tanztheater von Senouvo Agbota Zinsou

Der afrikanische Autor Senouvo Agbota Zinsou hat die beeindruckende biblische Geschichte der Frau von Lot, die mit ihrer Familie aus ihrer Heimatstadt Sodom flieht, eine hochaktuelle Geschichte über sogenannte „Wirtschaftsflüchtlinge“ umgewandelt. Der Fränkische Theatersommer e.V. brachte das spannende Musical und Tanztheater im Erlebnismuseum Rote Mauer auf die Bühne. 
Die Frau von Lot blickt auf ihrer Flucht auf die brennende Stadt Sodom zurück, was ihr untersagt wurde. Wegen ihres Ungehorsams erstarrt sie zu einer Salzsäule. Dem Bild, das wir uns von dieser Frau machen, haftet also etwas Negatives an. Wenn wir die Geschichte jedoch aus dem Blickwinkel des afrikanischen Autors erzählt bekommen, der wegen seines demokratischen Engagements und unter Todesgefahr ebenfalls seine Heimat verlassen musste, ergibt sich eine ganz andere Geschichte über das Schicksal derjenigen, die aus der Not ihrer Heimat fliehen müssen.
Darüber hinaus rückt die Tanz-Erzählung eine starke Frau ins Licht, die sich ihr eigenes Urteil, ihren Zweifel und damit ihre Freiheit bewahrt. Als Hauptdarsteller agieren Ange Aoussou (Tanz und Gesang) und Paula Führer (Tanz und Sprache). Choreografiert wurde das Stück von Jana Schmück, die Regiemitarbeit übernahm Jan Burdinski.
 

„KinderKulturKarawane 2015“: „Sosolya  Undugu Dance Academy“

Kinder
Kindertanzgruppe aus Uganda
 
Die “Sosolya Undugu Dance Academy” (SUDA) ist eine Gruppe der „KinderKulturKarawane 2015“: Die Kinder und Jugendlichen aus Uganda im Alter von 13 bis 15 Jahren waren in  Forchheim zu Gast und zeigen ihr Programm „Engooma Zogera“ („Trommeln erzählen“).
 
Spezielle Stampf-, Hüft-, Bauch- und Armtänze repräsentieren unterschiedliche Regionen des Landes. Begleitet werden die Tänze von diversen afrikanischen Saiten- und Blasinstrumenten und natürlich von Trommeln in allen Größen. Um den Einblick in die historische Kultur Ugandas abzurunden, erzählen sie während ihrer Performance von den Geschichten der Trommeln und des jahrhundertealten Königreiches Buganda.
Seit nun schon fünfzehn Jahren holt das Hamburger Projekt des Büros für Kultur- und Medienprojekte unter Leitung von Teresa Majewski Kinder- und Jugendkulturgruppen aus unterschiedlichen „armen“ Ländern der Welt nach Europa und stellt ihre künstlerischen Darbietungen vor: Musik, Tanz und Theater. 
Die jungen Künstlerinnen und Künstler stammen oft aus ärmlichen Verhältnissen. Sie haben ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, indem sie z.B. Theater spielen, Musik machen oder die traditionellen Tänze ihrer Heimat lebendig werden lassen. Über die kulturelle Arbeit haben sie ihre Würde und ihr Selbstbewusstsein zurückgewonnen und neue Perspektiven entwickelt.
Die “Sosolya Undugu Dance Academy” (SUDA) wurde in der ugandischen Hauptstadt Kampala gegründet. Die Akademie soll vor allem ausgeschlossene und sozial benachteiligte Kinder erreichen und ihre Lust am Leben wieder erwecken. Professionelle Künstler unterrichten die jungen Talente in traditioneller afrikanischer Musik, Tanz und Schauspiel. 
 
 
 
Im Kleinwagen ans Kap der guten Hoffnung - Live-Fotostreifzug quer durch Afrika von Albert Fießer
 
Kinder
 
Verblüffende Naturwunder, fremde Kulturen, Staub und Hitze zum Miterleben zeigte Albert Fießer in seinem Diavortrag. Dazu wurden Videos mit Kinderfragen und -antworten aus Deutschland und Afrika eingespielt:
Für Afrika braucht man einen Geländewagen. In der Sahara wird man gekidnapped. In Schwarzafrika herrscht überall Krieg! Vier Wagemutige sind aufgebrochen, das Gegenteil zu beweisen. In zwei 28 Jahre alten Kleinwagen, die zusammen gut 500 Euro gekostet haben, sind sie von Deutschland aus in Richtung Afrika aufgebrochen. Ihre Mission: So weit wie möglich Richtung Süden fahren und dabei Kindern einen Blick auf einen anderen Kontinent ermöglichen.
Zunächst ging es an die syrische Grenze. Unter Polizeischutz durchquerten die beiden Nissan Micras, anschließend den Sinai. Im Gepäck hatten die Globetrotter Fragen deutscher Schulkinder über Kultur und Alltag afrikanischer Kinder. Die ersten Antworten darauf erhielten sie in Luxor. Von dort ging es über den Assuan-Stausee immer den Nil entlang durch die Gluthitze der Sahara bis nach Khartoum, die Hauptstadt des Sudan. Auf den Straßen des äthiopischen Hochlands galt es, Eseln und Ziegen auszuweichen. Weiter führte sie ihr Weg durch den malerischen ostafrikanischen Graben und auf widrige Straßen, die die Kleinwägen tagelang bis auf Schrittgeschwindigkeit ausbremsten.
Unterwegs begegneten die Abenteurer Wasserbüffeln, Giraffen und Elefanten. Doch auch mit Einheimischen ergaben sich viele spontane Begegnungen aufgrund der gewählten Fahrzeuge: Die für die Pisten Afrikas an sich völlig ungeeigneten Kleinwagen sorgten für viel Unvorhersehbares und stets für Gesprächsstoff. Immer wieder sah es so aus als wäre die Herausforderung doch zu groß für Mensch und Maschine. Doch trotz aller Widrigkeiten schafften es die Micra-Fahrer durch wunderschöne Landschaften über Buckelpisten und Schotterstraßen bis ins warme Herz Afrikas. Schließlich blieben sie im totalitären Zimbabwe mit Motorschaden liegen. Doch was wie ein Unglück begann erwies sich als große Chance...
 

Ablaye Badji & „City BumBum“

Eine senegalesisch-polnische Zusammenarbeit
 
 
Weltberühmt ist Kora-Spieler Abdoulaye Badji aus Senegal für sein Spiel auf der afrikanischen Harfe und seinen Gesang. Zusammen mit der polnischen Band „City Bum Bum“ (CBB) trat Ablay auf der Basarbühne auf:
Er spielt perfekt die Kora, die besondere westafrikanische Harfe, den Sabar oder die Tatami, aber auch viele andere Instrumente und singt dazu in Wolof und Mandinka-Sprachen. Von frühestem Kindesalter an wuchs Abdoulaye Badji mit der traditionellen Musik des Senegal auf.
Ablay lebt in Lodz, Polen, wo er mit der Band CBB große Erfolge feiert. Die Gruppe wurde 2003 von Wojtek Pęczek gegründet, der auch die erste Trommel- und Tanzschule für westafrikanische Musik in Polen eröffnete. CBB ist auf traditionelle Musik spezialisiert, eine temperamentvolle Festmusik zum Mittanzen, Mitsingen und Feiern.
Das große Repertoire der Band ist zum einen inspiriert von den traditionellen Rhythmen der Malinke aus der Hamanahregion in Guinea, zum anderen von der modernen Ballettmusik und Choreographie aus Conakry, der Hauptstadt Guineas. Alle Mitglieder von CBB haben auf Reisen nach Westafrika bei den großen Meistern der traditionellen Musik und des Tanzes gelernt. Die Gruppe stand schon mit Weltklasse-Musikern wie  Babara Bangoura, Seckou Keita, Adama Bilorou Dembele, Fanta Konate, Namory Keita, Boubacar Sylla oder Landing Mane und vielen anderen auf der Bühne.
Das jährliche CBB-Konzert mit dem Titel "Night of the Living Drums" in Lodz ist mittlerweile der größte Event für afrikanische Musik und Kunst in Polen.
Jeder Auftritt von CBB ist ein buntes, lebendiges und unterhaltsames Spektakel, das mit Rhythmen, Tanz und Gesang Musiker und Zuhörer miteinander verbindet.
 

„Armut und Reichtum“

Der globale Zusammenhang von Überfluss und Mangel - Ein Film von Stefan Frank und Karoly Koller - Mit Einführung zum Film von Karoly Koller
 
Fischer
„…. oft essen wir sogar zweimal am Tag“ - Ausgangspunkt und roter Faden des Films „Armut und Reichtum“ von Stefan Frank und Karoly Koller sind Szenen aus dem Alltag des Waisenhauses Lourenco Amadeu in Angola. Karoly Koller sprach einführende Worte zur Spendenaktion zugunsten des Waisenhauses und der ihr angeschlossenen Grundschule "Escola Missionária Bauweka".
Während die Filmaufnahmen das Leben der Kinder von außen dokumentieren, zeigen die mit Wachskreide und Wasserfarben gemalten Bilder der Kinder das Leben im Waisenhaus, wie sie es mit ihren Augen sehen. Die Alltagsszenen werfen Fragen auf, die der Film im Dialog mit vier Experten zu beantworten sucht.
Die Leitfrage des Films ist die nach den Ursachen von Armut in der Welt. Im Mittelpunkt stehen dabei jene Gesellschaften, die am Rande des herrschenden Wirtschaftssystems leben und im Allgemeinen unter Begriffen wie „Dritte Welt“ oder „Entwicklungsländer“ zusammengefasst werden. Die Armut in Deutschland und in anderen führenden Industriestaaten dagegen bildet einen eigenen Themenkomplex, der in einer zukünftigen Produktion behandelt werden soll.
Am Anfang des Films führen die Gesprächspartner Begriffe ein, die für eine differenzierte Darstellung des Themas notwendig sind: „Oberschicht“ und „Unterschicht“, „relative“ und „absolute Armut“, „Armut und Reichtum“.  Die zentrale These des Films: „An der Schwelle zum neuen Jahrtausend […] gibt es keinen objektiven Mangel mehr auf diesem Planeten […] Der Hunger war, ist der permanente Begleiter der Menschheit über wahrscheinlich Jahrtausende hinweg. Heute ist er besiegt […] Es gibt keinen objektiven Mangel mehr. Es gibt Überfluss an Nahrung […] Problem ist, Zugang zu Nahrung und nicht mehr Produktion.“ 
Das heißt, Hungersnöte entstehen heute nicht, weil Mangel an Nahrung herrscht, sondern weil Menschen vom Zugang zu diesen Nahrungsmitteln abgeschnitten werden. Wenn Hungersnöte und Armut also nicht die Folge eines objektiven Mangels an Lebensmitteln sind, sondern durch die ungleiche Verteilung von Gütern zustande kommen, so sind Hunger
und Armut menschengemacht und können folglich auch von Menschen behoben werden. Der Film folgt dieser Argumentation. Im ersten Teil zeigt er an konkreten Beispielen Mechanismen auf, die in der Weltgesellschaft auf der einen Seite Mangel und auf der anderen Überfluss erzeugen. Der zweite Teil des Films fragt nach unserer Verantwortung und danach, wie eine gerechtere Verteilung von Gütern und Wohlstand erreicht werden kann.
 
 

Meister der Djembe und des Balafons

Ursula Branscheid Diabaté, Mamadi Kouyaté und Kassim Traore zeigten in einer „Unplugged Session“ ihr Können. Alle Musiker sind absolute Meister ihres Faches:
Kassim Traore aus Mali wurde in eine große Familie aus traditionellen Trommlern hineingeboren. 
Bereits im Alter von fünf Jahren erlernte der in Abidjan aufgewachsene Musiker von seinem Onkel Dougoutigi Keita das traditionelle Spielen der Djembé. Dougoutigi Keita war ein professioneller Trommler, der es verstand, sich weit über die Grenzen von Westafrika hinaus in Frankreich und anderen europäischen Ländern in die Herzen seiner Zuhörer hineinzuspielen. Seit längerem ist er in Deutschland und speziell im  Nürnberger Raum als Trommellehrer und Solist in verschieden Formationen bekannt und geschätzt.
 
 
 
 
 
 
Basar

 

 
Basar


 
 
 

Kinder

Tanzen

Nils Kercher

 

 

      

 
 

 Afrika-Kulturtage Basar

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